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Bundesrätin Sommaruga lobt in Tunesien Migrationspartnerschaft



Am zweiten Tag ihres Tunesien-Besuchs hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Migrationspartnerschaft gelobt, welche die Schweiz und Tunesien vor fünf Jahren geschlossen haben. Einige Herausforderungen für beide Länder seien dadurch gemeistert worden.

Sommaruga bezeichnete die Migrationspartnerschaft mit Tunesien als modellhaft. Unmittelbar nach der Jasmin-Revolution von Ende 2010 bis Anfang 2011 hatten mehrere tausend vorwiegend junge tunesische Männer in der Schweiz um Asyl gebeten. Um die Flut einzudämmen, war von der Schweiz ein Kooperationsprogramm aufgebaut worden.

Dieses sollte die Rückkehr und die Berufsausbildung der jungen Tunesier in ihrem Land begünstigen. Offiziellen Zahlen zufolge konnten mit dem Programm mehr als 1600 tunesische Antragsteller in ihr Land zurückkehren.

Seit 2011 hat die Schweiz Tunesien mit rund 100 Millionen Franken unterstützt. In den Jahren bis 2020 soll die Unterstützung gleich hoch sein.

Mit dem Geld will die Schweiz weiterhin die Schaffung von Zukunftsperspektiven in der Arbeitswelt für junge Tunesier unterstützen, vor allem durch ihr Know-how bei den Berufslehren.

«Problem» und «Trumpf»

Justizministerin Sommaruga traf am Dienstag in Tunis Innenminister Lotfi Brahem und Aussenminister Khemaies Jhinaoui. Danach erklärte sie vor den Medien, die Flüchtlinge stellten nicht nur ein täglich zu bewältigendes «Problem» dar, sondern auch auch einen «Trumpf» - eine Analyse, wie sie beispielsweise die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auch schon gemacht hat.

Am Montag hatte Sommaruga in Tunis Vertreter mehrerer Nichtregierungsorganisationen und internationaler Organisationen getroffen, die ihre Basis in Tunesien haben und im benachbarten Libyen aktiv sind. Darunter sind die Internationale Organisation für Migration (OIM) und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Sommaruga setzt ihre Reise am Mittwoch und Donnerstag im Niger fort, einem weiteren Transitland für Menschen aus Westafrika. In dem Wüstenstaat südlich der Sahara wird die Schweizer Justizministerin unter anderem ein Transitzentrum für Migranten besuchen. (sda)

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