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USA: Universität von Chicago nach Schusswaffen-Drohung geschlossen



Die Universität von Chicago im US-Bundesstaat Illinois hat wegen einer anonymen Schusswaffen-Drohung am Montag alle Vorlesungen und Seminare abgesagt. Ein 21-jähriger Verdächtiger wurde nach Angaben der Behörden festgenommen.

Der Mann soll im Internet erklärt haben, aus Rache für den von einem Polizisten erschossenen afroamerikanischen Teenager Laquan McDonald 16 Studenten töten zu wollen. Die Behörden in Chicago hatten vergangene Woche ein Video aus dem Oktober 2014 veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie ein weisser Polizist den 17-jährigen McDonald mit 16 Schüssen niederstreckte.

Der Polizist fühlte sich nach Angaben seiner Anwälte bedroht von McDonald, der ein kleines Messer mit sich geführt haben soll. Die Staatsanwaltschaft sah aber keine Anzeichen für Notwehr und klagte den Polizisten wegen Mordes an.

Die Drohung im Internet könnte den 21-Jährigen bei einem Schuldspruch bis zu fünf Jahre ins Gefängnis bringen. Der junge Mann hatte erklärt, bei dem Angriff auf die Universität von Chicago auch «so viele weisse Polizisten» wie möglich erschiessen zu wollen. Noch am Montag sollte er dem Haftrichter vorgeführt werden. (sda/afp)

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