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Derweil in Neuseeland: Schafe beenden Verfolgungsjagd

Schafe schafften, was mehreren Polizeiautos während 90 Minuten nicht gelingen wollte: Sie brachten einen Raser zur Strecke. Wo das? Only in Neuseeland.

«Wollige Strassensperre» kalauert die australische Zeitung Sydney Morning Herald in ihrem Titel zu einer Verfolgungsjagd, die am Freitagmorgen nahe der neuseeländischen Stadt Queenstown ein ungewöhnliches Ende nahm. 90 Minuten zuvor wollten Polizisten ein Auto, das zu schnell und ohne Nummernschild unterwegs war, kontrollieren. Der Fahrer aber hatte darauf keinen Bock, gab Gas – und mehrere Bullen Polizisten hinterher.

Nun wollte es der Zufall, dass die Schafherde eines Polizisten «zur richtigen Zeit am richtigen Ort» friedlich weidete, wie es Senior Sergeant Paula Enoka gegenüber der Zeitung beschrieb. Ein Angestellter verschob die Herde auf die Strasse und zwang so die Verfolgten zum Anhalten.

Drei Männer und eine Frau wurden festgenommen. Gegen sie wird unter anderem wegen Diebstahls ermittelt. Sie sollen an einer Tankstelle getankt und dann ohne zu bezahlen abgehauen sein. Weder den Schafen noch den Hirtenhunden sei ein Haar gekrümmt worden. Die Schafe blieben unversehrt, hiess es. Neuseeland hat rund 4,6 Millionen Einwohner und 30 Millionen Schafe. (kad/sda/dpa)

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