Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Anhörungsrecht der Redaktoren gefordert

Über 60 NZZ-Korrespondenten warnen vor Rechtsruck der Zeitung

15.12.14, 23:00 16.12.14, 09:41

In einem Brief an die Chefredaktion haben über 60 Korrespondentinnen und -Korrespondenten der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) ihre Besorgnis ausgedrückt, dass «die Kultur einer liberalen und weltoffenen NZZ» in Gefahr sei. Der Grund dafür sind Gerüchte über die Ernennung eines rechtskonservativen Nachfolgers für den entlassenen Chefredaktor Markus Spillmann – im Gespräch war zuletzt «Basler Zeitung»-Chef Markus Somm, ein Bewunderer von SVP-Chefstratege Christoph Blocher.

Im Brief wird die NZZ-Chefredaktion aufgefordert, auf das Anhörungsrecht der Redaktion zu pochen. Die NZZ-Redaktion in Zürich wird sich am Dienstag mit einem Brief an den Verwaltungsrat wenden:

«Auch nach der Absage von Somm sind wir tief besorgt über die Zukunft der NZZ. Sollte sich die politische Richtung, in der offenbar nach einem neuen Chefredaktor gesucht worden ist, bestätigen, so verurteilen wir diese Pläne in aller Schärfe.» «Mit der Wahl eines Chefredaktors mit rechtskonservativer Gesinnung gerieten die liberale Publizistik und Kultur der NZZ unter die Räder. Dagegen wehren wir uns mit allem Nachdruck.»

Zitate in dem in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens SRF vom Montagabend vorgestellten Schreiben

Der Brief war in voller Länge auch auf der Website von SRF nachzulesen. NZZ-online fasste den Inhalt lediglich zusammen. (sda)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 17.12.2014 07:24
    Highlight Und wer hat uns vor dem Mainstream in der Medienlandschaft Schweiz gewarnt?
    0 0 Melden
  • neuhof96 15.12.2014 23:38
    Highlight Da viele andere andere schweizer Medien leicht bis stark "links" sind, finde ich es nicht so dramatisch wenn es auch "rechte" Medien gibt.
    5 5 Melden
    • Aebermal 16.12.2014 08:46
      Highlight Absolut. Meinungspluralismus ist gut.
      Die Frage ist nur, ob es denn ausgerechnet die NZZ sein muss? Sollte die NZZ tatsächlich nach rechts rücken, wäre das ein Zeichen dafür, dass der Freisinn keinen Einfluss mehr hat.
      Ich wünsche mir weiterhin eine Zeitung die sich den liberalen Werten der Schweiz verpflichtet fühlt, wenn auch mit etwas weniger Staub zwischen den Zeilen.
      0 0 Melden

Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Der Schweizer Medienpionier und Radio-Unternehmer Roger Schawinski meldet sich in der No-Billag-Debatte mit dem in Rekordzeit geschriebenen Buch «No Billag? Die Gründe und die Folgen» zu Wort. Ein Gespräch über die Vernebelungstaktiken der Initianten, die Chancen der Initiative und «Morning Joe».  

Ihr Buch ist flott geschrieben und es bietet eine verständliche Einordnung der Problematik. Aber kann ein Schnellschuss auch seriös sein?Roger Schawinski: Dies ist mein Fachgebiet, in dem ich mich seit Jahrzehnten auskenne. Und ich habe wohl mehr praktische Erfahrungen im In- und Ausland als andere.

Sie tragen aber ziemlich dick auf. Man hat den Eindruck, die Schweiz werde bei einem Ja zur No-Billag-Initiative untergehen. So ein Quatsch. Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Das schreibe …

Artikel lesen