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Wiedikon Döltschiweg, bei Robinson-Spielplatz Heuried, 1956.
Wiedikon Döltschiweg, bei Robinson-Spielplatz Heuried, 1956.
Bild: baugeschichtliches Archiv zürich
Zürichs Spielplätze

In den 50ern haben die Schweizer Kinder noch mit Pickel, Schaufel und Säge hantiert

07.11.2014, 10:4007.11.2014, 11:36

Vor vielen Jahren sind wir selbst einmal unbeschwert auf Spielplätzen herumgetollt, haben die Zeit – sofern sie überhaupt in unseren kleinen Köpfen existierte – völlig vergessen und mutig jedes noch so hohe Klettergerüst erklommen. Und wer von uns ist nicht, oben angelangt, vor Stolz geplatzt und hat gerufen: «Mami, lueg!» 

Siedlungsspielplatz Heiligfeld, Hochbauamt Zürich, 1952.
Siedlungsspielplatz Heiligfeld, Hochbauamt Zürich, 1952.
Bild: gta Archiv, ETH Zürich (Nachlass Albert Heinrich Steiner)  

Die Ausstellung «Architektur für Kinder: Zürichs Spielplätze» vom ETH-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) widmet sich der Geschichte dieser Kinderorte, die bis zum Zweiten Weltkrieg nicht mehr waren als ein paar Schaukeln und Rutschen irgendwo auf einem isolierten Platz. 

Wiedikon Döltschiweg, bei Robinson-Spielplatz Heuried, 1956.
Wiedikon Döltschiweg, bei Robinson-Spielplatz Heuried, 1956.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich

Wie so oft wenn es um das Wohl der Kinder geht, entwickelte sich in Skandinavien der Pioniergeist zuerst: Dänen und Schweden entwarfen Spielskulpturen, richtige Abenteuerspielplätze wurden aus dem Boden gestampft, Sand-, Wasser- und Stein-Landschaften im Namen der Kleinen erschaffen. 

Wiedikon Döltschiweg, bei Robinson-Spielplatz, Heuried 1956.
Wiedikon Döltschiweg, bei Robinson-Spielplatz, Heuried 1956.
Bild: Ingeborg Heise / Baugeschichtliches Archiv Zürich

In Zürich entstand nach 1953 eine aktive Spielplatzbewegung, die von Privatpersonen und der Pro Juventute getragen wurde. 

Freizeitanlage und Verkehrsgarten Buchegg, 1958. 
Freizeitanlage und Verkehrsgarten Buchegg, 1958. 
Bild: Hans Staub / Baugeschichtliches Archiv Zürich
Freizeitanlage und Verkehrsgarten Buchegg, 1958.
Freizeitanlage und Verkehrsgarten Buchegg, 1958.
 bild: Hans Staub / Baugeschichtliches Archiv Zürich
Freizeitanlage und Verkehrsgarten Buchegg, 1958.
Freizeitanlage und Verkehrsgarten Buchegg, 1958.
Bild: Jürg Wolfensberger / Baugeschichtliches Archiv Zürich

In den 50ern haben die Kinder also noch auf Barren herumgeturnt, an Häuschen gesägt, mit dem Pickel den Boden aufgelockert und ordentlich Dreck geschaufelt. Heute würde wohl sofort der «zu gefährlich!»-Aufschrei durch die Spielwiesen hallen, obwohl die Spielplätze in der Schweiz im Vergleich mit denen in den USA noch immer «viel erlebnisreicher, vielfältiger und nicht einfach normiert und gefahrenlos» seien – nur «um allfälligen Haftungsklagen aus dem Weg zu gehen», erzählt die Basler Stadtplanerin und Kuratorin der Ausstellung Gabriela Burkhalter dem Tagesanzeiger.

Wipkingen Breitensteinstrasse 19a, GZ Wipkingen, 1959.
Wipkingen Breitensteinstrasse 19a, GZ Wipkingen, 1959.
Bild: Hänssler / Baugeschichtliches Archiv Zürich 
Wipkingen Breitensteinstrasse 19a, GZ Wipkingen, 1959.
Wipkingen Breitensteinstrasse 19a, GZ Wipkingen, 1959.
Bild: Margaret Wunsch / Baugeschichtliches Archiv Zürich

Mehr herzige kleine Menschen:

Wipkingen Breitensteinstrasse 19a, GZ Wipkingen, 1959.
Wipkingen Breitensteinstrasse 19a, GZ Wipkingen, 1959.
Bild: Schulamt Zürich (Walter Binder) / Baugeschichtliches Archiv Zürich
Freizeitanlage Bachwiesen, 1961.
Freizeitanlage Bachwiesen, 1961.
Bild: Baugeschichtliches Archiv Zürich
Betonplastik «Trias» von Elsy Blom, Freizeitanlage Bachwiesen, 1961.
Betonplastik «Trias» von Elsy Blom, Freizeitanlage Bachwiesen, 1961.
Bild: M. Buchmann / Baugeschiches Archiv Zürich
Freizeitanlage Bachwiesen, 1961.
Freizeitanlage Bachwiesen, 1961.
Bild: Walter E. Disler / Baugeschichtliches Archiv Zürich

Zum Abschluss wollen wir Ihnen noch dieses wunderbare Gif zeigen. Spielplätze mögen für Kinder das Paradies sein, für die Eltern ist es aber oftmals etwas ganz anderes. 

(rof)

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