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Briefe von der Heimatfront

Darf man den Papst schlagen, wenn es erzieherisch notwendig ist?

«Wer vom Papst angegriffen wird, sollte sofort zurückschlagen.»
«Wer vom Papst angegriffen wird, sollte sofort zurückschlagen.»Bild: EPA/ANSA
Briefe von der Heimatfront 

Darf man den Papst schlagen, wenn es erzieherisch notwendig ist?

06.02.2015, 17:07
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Zunächst als Reformer begrüsst, macht Schmunzel-Papst Franziskus zur Zeit hauptsächlich durch merkwürdige Ausfälle von sich reden: Wer seine Mutter beleidige, müsse mit einem Fausthieb rechnen, sagte er anlässlich der Anschläge von Paris; ausserdem seien Schläge ein wirksames Mittel in der Kindererziehung, wenn sie «würdevoll» erfolgten. 

Nun rätseln Papstkenner, woher die neue Gewaltbegeisterung des Pontifex stammt. Hat er Angst, dass der «Islamische Staat» das Gewaltmonopol der Kirche untergräbt? Machen ihm seine Kinder Sorgen? Ist seine Mutter vielleicht wirklich die kreischblöde Warzenhexe, als die sie in vielen Medien dargestellt wird? 

«Der Jungpapst Franziskus sieht sich ständig in der Pflicht, den Silberrücken Benedikt herauszufordern.»
Papstkenner Andreas Eklisch

Der Stellvertreter Gottes macht derzeit einen zornigen, ja alttestamentarischen Eindruck. Seine Enzykliken strotzen vor Kraftausdrücken und Testosteron. Benützer von Kondomen werden dort als «babymordende Bastarde» bezeichnet, Reformierte als «evangelische Babymörder».

Auch die Ehereform leidet unter den cholerischen Ausbrüchen des Heiligen Vaters: «Wiederverheiratete Geschiedene können sich bei mir gerne einen Roundhouse-Kick abholen», heisst es in der Schrift «Violentia est necessaria». 

Einige Beobachter machen die Nähe von Alt-Papst Benedikt verantwortlich für die flattrigen Nerven Franziskus'. In freier Natur haben Päpste ein Revier von einigen hundert Quadratkilometern, nun müssen sich die beiden den nur wenige Hektar grossen Vatikanstaat teilen. «Da setzt automatisch Renommiergehabe ein», meint Vatikanreporter Andreas Eklisch. Der Jungpapst sehe sich ständig in der Pflicht, den Silberrücken Benedikt herauszufordern, müsse sich als viriler Macho darzustellen, um Ministranten und Schweizergardisten bei der Stange zu halten. 

Eklisch rät, dem Papst mit gleicher Münze heimzuzahlen. Wer vom Papst auf offener Strasse angegriffen wird, sollte sofort zurückschlagen. «Laut Kirchenrecht ist Franziskus dann verpflichtet, auch die andere Wange hinzuhalten.» Wichtig sei, dass die Papstzüchtigung würdevoll erfolge: Soutanenzwirbler und Mitraziehen seien erlaubt, Tritte ins Tabernakel jedoch nicht. «Der Papst muss wissen, dass man ihn nur bestraft, weil man ihn zu einem besseren Menschen machen möchte.» 

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