Verbraucht das Auto bei Hitze mehr Kühlwasser?
Damit der Verbrennungsmotor nicht überhitzt, wird die beim Fahren entstandene Wärme zum Kühler geleitet. In einem pumpengetriebenen Kreislauf fliessen in der Kühlanlage rund fünf bis zehn Liter Kühlflüssigkeit vom Zylinderkopf und -block zum Kühler. Die Kühlflüssigkeit ist ein spezielles Gemisch: Glykol als Frostschutz, Wasser und Zusätze, die als Korrosionsschutz wirken.
Leuchtet die Warnlampe wegen zu wenig Kühlwasser auf, solltest du anhalten und den Motor abstellen, um einen Motorschaden zu vermeiden. Bei regelmässiger Wartung des Fahrzeugs hat man nie einfach so einen Mangel an Kühlflüssigkeit. Bei Oldtimern oder älteren Liebhaberfahrzeugen sieht dies natürlich anders aus. Am besten ruft man den Pannendienst, denn das System muss auf undichte Stellen geprüft und das Fahrzeug eventuell abgeschleppt werden.
Normales Wasser nur im Notfall
Vorsicht mit der Idee, selbst Wasser nachzufüllen. Tatsächlich kann man im Notfall und ausnahmsweise auch mal normales Wasser einfüllen, dies aber nur bei kaltem respektive nicht warmgelaufenem Motor. Bei warmem Motor steht das System unter Druck und das Öffnen des Deckels kann Verletzungen nach sich ziehen. Davon ist also dringend abzuraten.
Aber um auf die Frage zurückzukommen: Nein, bei grosser Hitze wird eigentlich nicht mehr Kühlflüssigkeit verbraucht, jedenfalls nicht bei modernen Autos. Die Autos sind heute so gebaut, dass ihnen Hitze nichts ausmacht, ganz gleich wo man unterwegs ist. Vor einer längeren Fahrt sollte aber das Auto in der Garage kurz kontrolliert werden, dazu gehört neben dem Ölstand auch die Kühlflüssigkeit.
