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Exklusiv-Bericht: Apple baut angeblich eigenes Elektroauto wie Tesla

Apple baut eigenes Elektroauto (Symbolbild).
Der iPhone-Hersteller soll einen Strategiewechsel vollziehen.Bild: Shutterstock

Apple baut eigenes Elektroauto – Exklusiv-Bericht enthüllt angebliche Planänderung

24.01.2024, 07:1224.01.2024, 08:04

Seit Jahren kursieren Gerüchte über ein von Apple fabriziertes Elektroauto, doch nun vollzieht der US-Konzern angeblich einen Strategiewechsel. Dies will der US-Techjournalist Mark Gurman, der schon wiederholt mit Enthüllungsberichten zu Apple richtig lag, von Insidern erfahren haben

Was hat Apple neu vor?

Der US-Konzern hat angeblich die Ambitionen bei der Entwicklung eines Elektroautos zurückgeschraubt und peilt nun eine Markteinführung für 2028 an.

Statt ein weitgehend selbstfahrendes Auto zu bauen, wolle der US-Konzern sich mit Fahrassistenz-Funktionen begnügen, berichtet Gurman für den Finanzdienst Bloomberg in einem in der Nacht zum Mittwoch publizierten Artikel.

Der Strategiewechsel sei nach Treffen des Verwaltungsrats mit Apple-Chef Tim Cook und Projektleiter Kevin Lynch beschlossen worden, heisst es unter Berufung auf informierte Personen.

Kevin Lynch, Apple, Vice President Technology.
Apple-Manager Kevin Lynch leitet das Autoprojekt, das in eine neue Phase eintritt.Screenshot: YouTube

Wie weit ist der «Apple Car» wirklich?

Um Apples Autoprojekt ranken sich seit Jahren Gerüchte. Der Konzern soll schon vor Jahren potenziellen Partnern aus der Autobranche erste Prototypen gezeigt haben, dann wurde jedoch laut Medienberichten beschlossen, sich erst auf Software zum autonomen Fahren zu konzentrieren.

Definitiv bekannt ist nur, dass Apple zu selbstfahrenden Fahrzeugen umgebaute Testwagen im Silicon Valley auf die Strasse schickt. Der als Projektleiter eingesetzte ehemalige Tesla-Manager Doug Field ging 2021 zu Ford, wo er das Elektroauto-Geschäft verantwortet.

Ein Grund für Fields Abgang seien seine Zweifel gewesen, dass Apple sich überhaupt dazu durchringen wird, ein Fahrzeug auf den Markt zu bringen, schreibt Bloomberg.

Apple habe über den neuen Ansatz bereits mit potenziellen Produktionspartnern in Europa gesprochen, schreibt Bloomberg.

Der Konzern habe jahrelang an Antriebstechnik sowie Innen- und Aussendesign gearbeitet, heisst es. Die Hoffnung im Unternehmen sei, mit den reduzierten Zielen einen kompletten Fahrzeug-Prototypen fertigzustellen.

Was hat das Apple-Auto mit Tesla zu tun?

Eigentlich wollte Apple Medienberichten zufolge sein Auto erst auf den Markt bringen, wenn die Software zum weitgehend autonomen Fahren bereit gewesen wäre. Doch dann habe der Konzern eingesehen, dass er dies nicht in absehbarer Zukunft schaffen werde. Laut Bloomberg wird nun lediglich «Level 2+» angestrebt.

Dies würde erfordern, dass der Fahrer auf die Strasse achtet und jederzeit das Steuer übernimmt – ähnlich wie die derzeitige Standard-Autopilot-Funktion bei Tesla.

Die Autonomie-Stufen von selbstfahrenden Autos:

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Unternehmensintern werde dieser Strategiewechsel als ein entscheidender Moment für das Apple-Auto angesehen, will Gurman von seinen Informanten gehört haben:

«Entweder ist das Unternehmen endlich in der Lage, dieses Produkt mit reduzierten Erwartungen zu liefern, oder die Führungskräfte könnten die Existenz des Projekts ernsthaft überdenken, so die Personen. Dennoch ist es möglich, dass Apple den Kurs wieder umkehrt und einen neuen Weg einschlägt.»

Fahrassistenz-Technik kann unter anderem Spur und Abstand halten sowie Überholmanöver durchführen. Dabei behält der Fahrer jedoch die Verantwortung und muss jederzeit bereit sein, wieder die Kontrolle zu übernehmen.

Auch wenn das Apple-Auto mit solchen Fahrassistenz-Funktionen eher heutigen Fahrzeugen von Tesla und anderen Herstellern ähneln würde, plant der Konzern gemäss Bloomberg-Bericht, später Fähigkeiten nachzurüsten.

Wäre Apple Vorreiter?

Nein. Mit einem Start 2028 wäre Apple nicht der erste Elektronik-Konzern mit einem eigenen Auto: Sony will sein gemeinsam mit Honda entwickeltes Elektrofahrzeug unter dem Markennamen Afeela bereits 2026 auf den Markt bringen.

Quellen

(dsc/sda/dpa)

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