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Tinder Schwindler will eigene Dating-App auf den Markt bringen

Rheinbach, Germany 24 February 2022, The logo of the new Netflix Film The Tinder Swindler on the display of a smartphone in front of the TV
2022 wurde die Geschichte des Tinder Schwindlers auf Netflix gezeigt. Er hat seine Taten nie bereut.Bild: www.imago-images.de

Tinder-Schwindler will eigene Dating-App «Safe Love» auf den Markt bringen

Die App mit dem Namen «Safe Love» soll Nutzerinnen und Nutzer vor Betrug beim Dating schützen. Erfinder der App ist Simon Leviev, der selbst zahlreiche Frauen betrogen hat.
06.10.2026, 18:0306.10.2026, 19:22

Vor einigen Jahren machte Simon Leviev als Tinder-Schwindler Schlagzeilen, indem er unzählige Frauen um Geld betrogen hatte. Zuvor soll er sich als Sohn des israelischen Diamanten-Milliardärs Lev Leviev ausgegeben und seine Dates mit Privatjets, Luxushotels und einem glamourösen Lebensstil beeindruckt haben. Später soll er behauptet haben, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, und die Frauen um Geld gebeten haben.

Dafür wurde er in Israel wegen Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung zu 15 Monaten Haft verurteilt. Nach rund fünf Monaten kam er wegen guter Führung wieder frei. Netflix verfilmte das Ganze.

Simon Leviev Tinder Schwindler
Ein Blick auf sein Instagram-Profil verrät: Er lebt ein Luxusleben.Bild: instagram/simonleviev7

SOS-Knopf für Notfälle

Nun will ausgerechnet er eine Dating-App auf den Markt bringen, bei der man noch besser gegen Betrug geschützt ist. Dies erzählte er in einem Interview mit dem britischen Sender ITV. Die App «Safe Love» soll Nutzerinnen und Nutzer mit strikten Identitätskontrollen und einem SOS-Knopf schützen. Somit könnten keine Fake-Profile erstellt werden.

Der Experte für betrügerische Vorgehensweisen will nun andere vor genau diesen Betrugsmaschen schützen und die Risiken dafür minimieren. Dazu müssten Nutzer ihren Ausweis hochladen und ein Selfie machen, das mit dem Ausweis abgeglichen wird. Nur 15 Prozent Abweichung sei erlaubt.

Neben der Ausweiskontrolle sei auch ein SOS-Knopf geplant. In brenzligen Situationen könnten Betroffene den Knopf drücken und es beginne sofort eine Audio und Video-Aufnahme. Auch der Standort werde damit an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Die App befinde sich zurzeit in einer späten Testphase. Wann genau sie auf den Markt komme, ist zurzeit unklar.

Sie wollen die App verhindern

Die App kommt nicht bei allen gut an. Die Online Dating and Discovery Association verlangte von Google und Apple in einem Brief, die App nicht in ihren Stores anzubieten. Jemand, der für Liebesbetrug verurteilt wurde, solle nicht in den Dating-Markt zurückkehren.

(kek)

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