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Tekmira Pharmaceuticals Corporation's head office is pictured in Burnaby, British Columbia August 5, 2014. Tekmira, based in Canada, was one of a few companies to have developed Ebola treatments advanced enough to be tested on people. Shares of Tekmira soared on Monday, only to slump on Nasdaq after a CNN report suggested another company was first in line to see its Ebola treatment used to treat an outbreak in Africa.   REUTERS/Ben Nelms    (CANADA - Tags: HEALTH SCIENCE TECHNOLOGY BUSINESS)

Der Firmensitz von Tekmira Pharmaceuticals Corporation in Burnaby, British Columbia.  Bild: BEN NELMS/REUTERS

In der Erprobungsphase

Kanadische Firma nimmt Produktion von Anti-Ebola-Mittel auf



Das kanadische Unternehmen Tekmira Pharmaceuticals hat mit der Produktion eines Arzneimittels gegen Ebola begonnen. Das neue Medikament TKM-Ebola, das in der Erprobungsphase ist, solle bis Anfang Dezember verfügbar sein, teilte die Firma am Dienstag mit. Das Medikament werde aber nur im begrenzten Umfang hergestellt. 

Bisher gibt es gegen die Viruserkrankung, an der vor allem in Westafrika mehr als 4500 Menschen gestorben sind, kein zugelassenes Medikament. Die Aufsichtsbehörden in den USA und Kanada genehmigten aber im September den Einsatz von TKM-Ebola bei Infizierten und Verdachtsfällen. 

Fortschritte bei der Behandlung

Unterdessen gibt es bei der Behandlung von Ebola-Patienten in den USA Fortschritte. Eine Krankenschwester, die sich mit dem Virus bei der Behandlung eines infizierten Liberianers in Dallas angesteckt hatte, sei inzwischen in guter Verfassung, teilten die National Institutes of Health mit. Ein US-Kameramann, der sich im westafrikanischen Liberia mit dem Ebola-Virus infiziert hatte, ist geheilt. 

Der Mann werde am Mittwoch die Klinik im Bundesstaat Nebraska verlassen können, weil das Virus in seinem Blut nicht mehr feststellbar sei, teilte das Spital am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Der Kameramann hatte zuletzt vor allem für den US-Fernsehsender NBC gearbeitet. Nach seiner Genesung zeigte sich der 33-Jährige in einer kurzen Erklärung «sehr glücklich», dass er noch am Leben sei. Viele andere Erkrankte hätten dieses Glück nicht gehabt. 

In New York absolvierten tausende Mitarbeiter des Gesundheitswesens ein Training für den Ebola-Ernstfall. Ärzte, Krankenschwestern sowie Reinigungskräfte und Hilfspersonal sollten lernen, Ebola-Symptome zu erkennen und wie man die Verbreitung des gefährlichen Virus verhindere, berichteten New Yorker Medien. «Was diese Krankheit vernichtet, sind Wissen, Training und gute Vorbereitung», sagte Gouverneur Andrew Cuomo nach der Schulung am Dienstag. (dhr/sda/reu) 

BAG prüft Ebola-Hotline

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) überprüft die Gefahrenlage dauernd. Diverse Spitäler hätten den Wunsch ans BAG geäussert, eine Ebola-Hotline zu eröffnen, um die Notfallstationen zu entlasten, schreibt die NZZ. Das BAG prüfe die Massnahme zurzeit, wie die Sprecherin Mona Neidhart sagt. Ein Entscheid sei allerdings noch nicht gefallen. 

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