England
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Bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe

Briten gehen hart gegen «Rache-Pornos» vor

Frustrierte Ex-Partner, die ungefragt explizites Film- oder Fotomaterial verbreiten, sollen in Grossbritannien hart angefasst werden. Ihnen drohen saftige Gefängnisstrafen.

Die Briten gehen hart gegen die Veröffentlichung von sogenannten «Rache-Pornos» vor. Wer in Zukunft erwischt wird, wie er intimes Film- oder Fotomaterial seines Ex-Partners ohne dessen Einwilligung in Umlauf bringt, kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden. Dies kündigte der britische Justizminister Chris Grayling gemäss dem Guardian an.

«Wir wollen, dass die Opfer eines solchen widerlichen Verhaltens wissen, dass wir auf ihrer Seite sind und alles in unserer Möglichkeit stehende tun, um die Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen», sagte Grayling. «Deshalb werden wir das Gesetz ändern, um denen, die sich so verhalten klarzumachen, dass ihnen Gefängnis droht.»

sexting pro juventute

Kampagne gegen Sexting von Pro Juventute.  Bild: 

Als strafbar gilt alles unerlaubterweise veröffentlichte Material, das zeigt, was «normalerweise nicht in der Öffentlichkeit zu sehen ist». Dabei soll bestraft werden, wer die Rache-Pornos über soziale Netzwerke, auf anderen Internetseiten, per Textnachricht, E-Mail oder als Ausdruck verbreitet.

In Grossbritannien ist der politische Druck, gegen die Rache-Pornos vorzugehen, gestiegen. Auch wenn die Gegner die bestehenden Gesetze für ausreichend halten.

Bereits vor rund einem Jahr hat Kalifornien auf die Rache-Pornos reagiert und die Verbreitung solcher Aufnahmen ins Strafrecht aufgenommen, schreibt Süddeutsche.de. Täter können seither mit maximal sechs Monaten Freiheitsstrafe und 1000 Dollar Geldbusse bestraft werden. Ein ähnliches Gesetz hat New Jersey. Gegner dieser Regelung verhindern derzeit, dass auch Florida nachzieht und härter gegen Rache-Pornos vorgeht. So argumentiert etwa die Bürgerrechtsunion ACLU, die Gesetze verstossen gegen die Meinungsfreiheit.

Erster Sexting-Prozess in der Schweiz

Erst im Mai wurde am Bezirksgericht Horgen im ersten grossen Sexting-Fall der Schweiz ein 22-Jähriger zu 4,5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht sprach ihn wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, sexueller Handlungen mit Kindern, teilweise versuchter Nötigung und Pornographie schuldig, alles mehrfach.

Der junge Mann hatte von mehreren Mädchen hunderte von Nacktbildern und Videos erpresst. Er drohte damit, das Material zu veröffentlichen, wenn die Mädchen nicht weitere eindeutige Bilder oder Videos schickten. Der Richter bezeichnete den Fall als «Lehrstück über die Gefahren des Internets». (meg)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Cardea 13.10.2014 00:13
    Highlight Highlight Find ich richtig so. Die Leute werden wieder einmal mit "Selber Schuld" dagegen argumentieren, doch Fälle wie die von Geri Müller oder die gestohlenen Nacktselfies von Lawrence und co. zeigen, dass es nicht nur aber vor allem unter den jüngeren Generationen üblich und akzeptiert ist solche Fotos zu versenden. Und warum auch nicht, wem vertraut man denn mehr als seinem Partner...
    • Ridcully 13.10.2014 12:29
      Highlight Highlight Jein. Ich bin vielleicht etwas altmodisch, aber ist es wirklich "normal" Fotos seines Wieners zu machen und es dann auch noch umher zu senden? Ich finde das grotesk...
    • hektor7 13.10.2014 13:09
      Highlight Highlight @Ridcully: Korrekt, seinen Pillermann im Netz rumzuschicken ist grotesk und für mich ebenfalls unverständlich. Tut aber nichts zur Sache, dass die Verbreitung fremder Nacktfotos ohne Einwilligung des Pillermann-Halters unter Strafe gestellt werden sollte. Finde ich zumindest. Zumal solche Taten meistens noch mit einer Drohung/Erpressung einhergehen.
    • Cardea 13.10.2014 13:42
      Highlight Highlight Ich selber finde es auch bescheuert (gelte aber auch als übervorsichtig wenn es um Datenschutz geht), aber ich selbst habe viele Kollegen die das machen ( alle 20 - 30 Jahre alt). Dazu gehört übrigens auch das Filmen beim Sex nicht nur Nacktselfies.

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