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Mit der Kohle kommt die Krankheit

Das Fast Food erobert den Nahen Osten – und mit ihm der Diabetes

Die «Zuckerkrankheit» ist häufig eine Folge schlechter Ernährung. Doch obwohl man mit Fast Food vor allem die US-Amerikaner in Verbindung bringt, sind andernorts viel mehr Menschen von Diabetes betroffen. 



Diabetes mellitus ist eine weltweit verbreitete Massenkrankheit. Im Jahr 2013 waren 8,3 Prozent der Weltbevölkerung betroffen – die Zahl der Erkrankungen steigt seit Jahren stetig an. Laut der «International Diabetes Federation» (IDF) zählte man in der Schweiz im vergangenen Jahr 449'200 Diabetiker.

In ihrem aktuellen Atlas zeigt die IDF die Verbreitung der Diabetes-Erkrankung weltweit auf. Ein Trend sticht dabei ganz deutlich hervor, wie The Economist berichtet. Die Länder aus dem Nahen Osten liegen klar auf den vordersten Plätzen – sowohl bei der Anzahl tatsächlich erkrankter Personen, als auch bei der vermuteten Dunkelziffer.

diabetes statistik

Grafik: The Economist

Insgesamt sind heutzutage 382 Millionen Personen von Diabetes betroffen – somit hat sich die Zahl im Laufe des letzten Jahrzehnts fast verdoppelt. Ein Grossteil des Anstiegs ist im Nahen Osten zu beobachten: Demnach war in Saudi Arabien vor zehn Jahren gerade mal einer von zehn Erwachsenen betroffen – heute liegt der Anteil hier bei einem knappen Viertel.

Die IDF begründet den ortsbezogenen Anstieg der Krankheit mit dem wachsenden Reichtum dieser Länder: Mit dem Geld, das durch den Ölhandel in den Nahen Osten geflossen ist, wurde auch die Fast-Food-Branche angekurbelt. Ungesundes Essen und zu wenig Bewegung sind Schuld an der wachsenden Diabetesrate. 

35 Prozent der Bürger in Saudi Arabien gelten heutzutage als adipös. In anderen arabischen Länder liegt der Wert ähnlich hoch. Die Folgen von Diabetes sollten nicht unterschätzt werden: Laut Schätzungen der IDF sind im letzten Jahr 5,1 Millionen Patienten der Krankheit erlegen. Sollten diese Schätzungen stimmen, wären dreimal mehr Menschen an Diabetes als an AIDS gestorben.

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