Gesellschaft & Politik
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Estela de Carlotto (C) the president of Abuelas de Plaza de Mayo (Grandmothers of Plaza de Mayo), an association that seeks to reunite babies stolen during the military regime (1976-1983) with their biological parents or relatives, celebrates after announcing the recovery of her grandson Guido --the son of her daughter Laura missing in 1976 and the 114th person identified by the group-- in Buenos Aires on August 5, 2014. A relative of de Carlotto said the identity of her grandson was confirmed through genetic testing.   AFP PHOTO / DANIEL GARCIA

Estela de Carlotto: Ihr Enkel wurde vor 36 Jahren entführt, jetzt hat sie ihn wieder. Bild: AFP

Argentinien

Grossmutter findet geraubten Enkel nach 36 Jahren 

Die Gründerin einer argentinischen Menschenrechtsgruppe hat ihren eigenen, vor 36 Jahren von den Militärs geraubten, Enkel wiedergefunden. Die Identität des Mannes sei bei einem Gentest festgestellt worden, sagte die 83-jährige Estela de Carlotto am Dienstag.

«Ich danke Euch allen, Gott und dem Leben, denn ich wollte ihn noch einmal in die Arme nehmen, bevor ich sterbe», erklärte sie im Hauptquartier ihrer Organisation Grossmütter der Plaza de Mayo in Buenos Aires.

Estela de Carlotto, president of human rights organization Abuelas de Plaza de Mayo (Grandmothers of Plaza de Mayo), attends the inauguration of a cultural center at the former ESMA navy school on the 38th anniversary of Argentina's 1976 military coup in Buenos Aires in this March 24, 2014 file photo.Carlotto, president of the organization that looks for abducted children in the last military dictatorship in Argentina, found her grandson after searching for 35 years, Carlotto's son Guido Carlotto said on August 5, 2014. REUTERS/Marcos Brindicci/Files(ARGENTINA - Tags: POLITICS CRIME LAW CIVIL UNREST HEADSHOT PROFILE)

 Estela de Carlotto kämpft mit den Grossmüttern der Plaza de Mayo. Bild: MARCOS BRINDICCI/REUTERS

Ihre Tochter Laura, eine linksgerichtete Militante, war 1977 von der rechtsgerichteten Militärjunta in ein Gefangenenlager gesteckt worden, sie war damals im dritten Monat schwanger. Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes Guido wurde sie getötet.

«Er ist sehr glücklich und aufgewühlt, wir werden ihn bald sehen.»

Das Baby wurde von einem Militärangehörigen an eine Familie übergeben, die es nach de Carlottos Angaben vermutlich ohne Wissen um seine genaue Herkunft aufnahm.

Der inzwischen 36-Jährige lebt als unter einem anderen Namen 350 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Buenos Aires. Nach Angaben der Justiz und von Angehörigen unterzog er sich freiwillig einem Gentest, um seine Herkunft zu klären. «Er ist sehr glücklich und aufgewühlt, wir werden ihn bald sehen», sagte seine Tante Claudia Carlotto, am Dienstag.

In der Zeit der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 raubte die Junta etwa 500 Kinder von Regimekritikern. Carlottos Enkel ist das 114. von ihnen, das von den Familien wiedergefunden wurde. Die Grossmütter der Plaza de Mayo und die Schwesterorganisation Mütter der Plaza de Mayo führen die Suche nach den geraubten Kindern. (aeg/sda/afp)



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