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epa04334030 A nurse from Liberia walks to spray preventives to disinfect the waiting area for visitors at the ELWA Hospital where a US doctor Kent Bradley is being quarantined in the hospitals isolation unit having contracted the Ebola virus, Monrovia, Liberia 28 July 2014. Over 660 people have died of Ebola in West Africa in 2014 making it the world's deadliest outbreak to date according to statistics from the World Health Organisation. Liberia has closed most of its border entry points and quarantined certain communities in an attempt to curb the spread of the deadly virus. Nigerian authorities have also confirmed the death of a Liberian man who was carrying the Ebola virus making it the first case in Nigeria following the outbreak in Guinea, Sierra Leone and Liberia.  EPA/AHMED JALLANZO

Eine Krankenschwester in Liberia mit Desinfektionsmittel. Bild: AHMED JALLANZO/EPA/KEYSTONE

Epidemie in Westafrika

Die USA warnen vor Reisen in die Ebola-Gebiete

In Liberia und Sierra Leone herrscht Notstand wegen der Ebola-Epidemie, nun hat die US-Regierung vor Reisen in die Länder gewarnt. Zwei infizierte US-Bürger sollen zur Behandlung in die Vereinigten Staaten ausgeflogen werden. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

US-Bürger sollten angesichts der bislang grössten Ebola-Epidemie in Westafrika nicht mehr nach Guinea, Liberia und Sierra Leone reisen. Das teilte die US-Gesundheitsbehörde mit. Mehr als 700 Menschen seien dort bereits an dem Virus gestorben. Mit der Reisewarnung sollten nicht nur die Bürger vor einer Ansteckung bewahrt, sondern auch die Krankenhäuser vor Ort entlastet werden, die sich um die Touristen im Fall von Verletzungen oder anderen Krankheiten kümmern müssten. 

Zwei US-Bürger, die in Westafrika an Ebola erkrankt waren, sollen zur Behandlung in die Vereinigten Staaten ausgeflogen werden. Ein entsprechend ausgestattetes Charterflug sei auf dem Weg nach Liberia, um die beiden Helfer – einen Mann und eine Frau – an Bord zu nehmen, berichtete der US-Sender CNN. Die beiden seien in einem ernsten Zustand, aber stabil. 

epa04337161 A Liberian street vendor uses hand sanitizer in Monrovia, Liberia 31 July 2014. British ActionAid charity was quoted as saying the battle against Ebola was being hampered because of the rising price of hand sanitisers. The cost of some hygiene products has increased almost seven times making them expensive and out of reach for a large number of people in the region. World Health Organization and leaders of West African nations affected by the Ebola outbreak will meet in Guinea to launch a 75 million euro response plan for the outbreak. A state of emergency has been declared in Sierra Leone due to the Ebola crisis. Over 729 people have died of Ebola in West Africa in 2014 making it the world's deadliest outbreak to date according to statistics from the United Nations. Liberia has closed most of its border entry points with only a few remaining operational and quarantined certain communities in an attempt to curb the spread with two major West African airlines also cancelling flights in Guinea, Sierra Leone and Liberia.  EPA/AHMED JALLANZO

Massnahmen gegen die Ebola-Ausbreitung: Ein Strassenhändler in Monrovia desinfiziert sich die Hände. Bild: AHMED JALLANZO/EPA/KEYSTONE

Die Ebola-Epidemie war im März in Guinea ausgebrochen und hatte sich schnell nach Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Es ist die erste Ebola-Epidemie in Westafrika und die schwerste bislang registrierte. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich beim aktuellen Ausbruch 1323 Menschen mit Ebola infiziert, 729 von ihnen starben. 

WHO legt 100-Millionen-Dollar-Programm auf

Mit einem 100-Millionen-Dollar-Programm will nun die WHO den Kampf gegen eine weitere Ausbreitung stärken. Mit den Mitteln soll unter anderem deutlich mehr medizinisches Personal eingesetzt werden können. Der Aktionsplan sieht auch stärkere Massnahmen zur Aufklärung vor. «Die Lage ist ausser Kontrolle», sagte Mariano Lugli, Koordinator von Ärzte ohne Grenzen. Das Virus sei nicht zu stoppen, lokale Gesundheitsbehörden seien überfordert. 

Liberia hatte am vergangenen Wochenende einen nationalen Notstand ausgerufen und seine Grenzen geschlossen. Ausnahmen sind lediglich zwei Flughäfen und drei andere Grenzpunkte, an denen aber Zentren eingerichtet wurden, um Ein- und Ausreisende auf eine mögliche Erkrankung zu prüfen. Inzwischen hat auch Sierra Leone den Notstand erklärt.

(vks/dpa/AP)

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