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Leidest du an Heuschnupfen? Jetzt ist der (Mit-) Schuldige gefunden: Smog!



Luftschadstoffe könnten mitschuldig daran sein, dass immer mehr Menschen an Heuschnupfen leiden. Allergieauslösende Proteine auf den Pollen werden durch Schadstoffe aus dem Verkehr chemisch verändert und somit aggressiver.

Das haben deutsche Forscher herausgefunden. Im Fokus der Studie standen die Schadstoffe Stickstoffdioxid und bodennahes Ozon. Ersteres entsteht beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen und schädigt die Atemwege, während Ozon Hauptbestandteil von Smog ist und die Atemwege reizen kann.

Stärkere allergieauslösende Wirkung

Es zeigte sich dabei, dass Ozon diese Allergene so verändert, dass sie verklumpen können. Dies verändert ihre biologische Wirkung und die verknüpften Proteine könnten ihre allergieauslösende Wirkung verstärken, erklärte Mitautor Christopher Kampf vom Max Planck Institut in einer Mitteilung der ACS.

Stickstoffdioxid hingegen verändert die Bindungsfähigkeit der Pollenproteine. Die Forscher gehen davon aus, dass dies im Zusammenspiel mit dem aggressiven Ozon die Immunreaktion des Körpers verstärken könnte – und zwar vor allem in feuchten Gegenden mit viel Smog.

«Unsere Forschungen zeigen auf, dass chemische Veränderungen von allergieauslösenden Proteinen eine wichtige Rolle dabei spielen könnten, dass Allergien weltweit immer häufiger werden», sagte Studienleiter Ulrich Pöschl in der Mitteilung.

Der Zusammenhang von Luftverschmutzung und Allergien sei lange vermutet worden, die Mechanismen seien jedoch weitgehend unklar gewesen. Die Chemiker wollen nun andere Allergene untersuchen und zusammen mit Biomedizinern ihre Effekte auf den Menschen erkunden.

Am Dienstag mittlere Pollenbelastung

In der Schweiz sind rund 1.2 Millionen Menschen von Pollenallergie (also Heuschnupfen) betroffen. Dies entspricht etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Die Blüte eines einzigen Grashalms enthält rund 4 Millionen Blütenpollen. Am Dienstag muss laut MeteoSchweiz im Flachland mit mittleren Pollenkonzentrationen von Esche, Hasel und Erle gerechnet werden. (wst/sda/dpa)

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