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Die Ecopop-Initiative «Stopp der Überbevölkerung» will das Bevölkerungswachstum in der Schweiz durch Zuwanderung prozentual beschränken – und Entwicklungshilfe für «Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung» ausgeben.
Die Ecopop-Initiative «Stopp der Überbevölkerung» will das Bevölkerungswachstum in der Schweiz durch Zuwanderung prozentual beschränken – und Entwicklungshilfe für «Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung» ausgeben.Bild: KEYSTONE
«Fremdenfeindliche Leute nie gesucht»

Ecopop-Geschäftsführer lässt sich nicht in die Ecke der Fremdenfeinde stecken

12.08.2014, 05:2312.08.2014, 09:12

Ecopop-Geschäftsführer Andreas Thommen wehrt sich gegen jüngst verbreitete Rassismus-Vorwürfe an die Adresse der Initianten der Ecopop-Initiative, die am 30. November an die Urne kommt. Es gehe den Initianten nicht um Überfremdung sondern um Überbevölkerung.

Mehr zu den Rassismusvorwürfen

«Es mag eine gewisse Attraktivität für fremdenfeindliche Wähler existieren, aber wir haben diese Leute nie gesucht», sagte Thommen in einem Interview in den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund» vom Dienstag.

Entsprechend äusserte er sich zu einer kolportierten Ecopop-Mitgliedschaft des Schweizer-Demokraten-Politikers Jean-Jacques Hegg: «Sollte das zutreffen, wird er meiner Einschätzung nach ausgeschlossen.»

Eines hat der Grünen-Fraktionschef jedenfalls mit seinem Buch erreicht: Es wird vor allem darüber gesprochen, ob die Ecopop-Initianten rassistisch sind.
Eines hat der Grünen-Fraktionschef jedenfalls mit seinem Buch erreicht: Es wird vor allem darüber gesprochen, ob die Ecopop-Initianten rassistisch sind.Bild:

«Wir sind nicht auf Stimmen von Fremdenfeinden angewiesen», begründete der Grünen-Politiker Thommen. Es sei kein fremdenfeindliches Anliegen, gegen das Bevölkerungswachstum zu kämpfen. So habe sich Ecopop etwa nie dafür eingesetzt, dass die Geburtenrate in der Schweiz höher werde. «Wir möchten auch den Afrikanern ein würdiges Leben gönnen, indem sie ihre Geburtenrate senken.»

Den Rassismus-Vorwurf aufgenommen hatte jüngst der Grüne Fraktionschef Balthasar Glättli in einem Buch. Darin verweist er auf die Nähe der Bewegung zu Ansätzen der Eugenik, der «Lehre vom guten Erbe». Als «Birkenstock-Rassisten» hatte zuvor der St. Galler SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel die Ecopop-Initianten bezeichnet. Dazu läuft ein Rechtsstreit. (sda)

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