International

Der Stand der Ermittlungen nach der Todesfahrt in Belgien

«Tag der Trauer» – das ist der Stand der Ermittlungen nach der Todesfahrt in Belgien

21.03.2022, 09:2021.03.2022, 12:40
epa09837498 Relatives of the victims arrive at the sports hall in Strepy Bracquegnies, Belgium, 20 March 2022. Four people lost their lives in the morning, when a car ploughed into a carnival group du ...
Bild: keystone

Ein Auto rast bei einer Karnevalsveranstaltung in Belgien in eine Menschenmenge. Sechs Menschen sterben, von den 37 Verletzten schweben zehn zeitweise in Lebensgefahr. Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage beschäftigt am Tag nach der Katastrophe in der Gemeinde Strépy-Bracquegnies die Bevölkerung und die Ermittler.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Sonntagabend sollte an diesem Montag feststehen, ob die zwei im Auto festgenommenen Menschen unter Alkohol- und Drogeneinfluss standen. Sie kamen nach ersten Ermittlungen vom Tanzen und hatten kurz vor dem Unglück eine dritte Person abgesetzt.

Bereits am Sonntagvormittag hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz gesagt, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Seinen Angaben zufolge kommen beide Personen aus der Region. Sie waren den Behörden bislang nicht bekannt und sind 1988 beziehungsweise 1990 geboren worden.

Die wallonische Gemeinde Strépy-Bracquegnies gehört zur Stadt La Louvière und liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Brüssel. Zuletzt hatte sie knapp 9000 Einwohner. Nach Angaben des Bürgermeisters Jacques Gobert waren am Sonntagmorgen etwa 150 bis 200 Menschen beim «Ramassage des Gilles» dabei gewesen. Dabei wird von Haus zu Haus gezogen, um sich für den Karneval zu sammeln.

Der belgische Premierminister Alexander De Croo äusserte Anteilnahme und sprach von «schrecklichen Neuigkeiten» aus Strépy-Bracquegnies. Er besuchte am Sonntagnachmittag gemeinsam mit König Philippe und Prinzessin Elisabeth den Unglücksort. «Das hätte nach einer schweren Zeit ein Tag zum Feiern werden sollen», sagte De Croo mit Blick auf die Corona-Pandemie. «Er ist zu einem Tag der Trauer geworden.» (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Rekordfieber mit Folgen: An den Börsen häufen sich dubiose Deals
Trotz des Überangebots an wirtschaftlichen, politischen, sozialen und ökologischen Problemen feiern die Börsen Rekordstände. Die irrationale Stimmung befördert besonders dreiste Spekulationen.
«Wir befinden uns in der grössten Aktienblase aller Zeiten.» Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo ein Videointerview mit dem Börsenveteranen Jeremy Grantham aufpoppt, in dem dieser so trocken und witzlos wie eine Steuererklärung seine düstere Analyse zum aktuellen Zustand der Finanzmärkte von sich gibt. Der 87-jährige Brite ist ein «Permabär», wie er sich in seiner im Januar erschienenen Autobiografie* selbst bezeichnet.
Zur Story