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RSF-Miliz nimmt kurzzeitig strategisch wichtige Stadt im Sudan ein

RSF-Miliz nimmt kurzzeitig strategisch wichtige Stadt im Sudan ein

30.06.2024, 15:4330.06.2024, 15:43

Die paramilitärische Gruppe «Rapid Support Forces» (RSF) hat am Wochenende kurzzeitig die sudanesische Stadt Singa im Südosten des Landes eingenommen. Die Miliz berichtete am Samstag auf X von einer Einnahme der Stadt. Die sudanesische Armee brachte sie am Sonntagmorgen jedoch wieder unter ihre Kontrolle, wie mehrere lokale Medien übereinstimmend berichteten.

FILE - Sudanese soldiers from the Rapid Support Forces unit, led by Gen. Mohammed Hamdan Dagalo, the deputy head of the military council, secure the area where Dagalo attends a military-backed tribe&# ...
Sudanesische Soldaten von der RSF im Juni 2019.Bild: keystone

Singa ist die Hauptstadt des Bundesstaates Sennar und gilt als strategisch wichtige Stadt im Süden des Landes.

Das Journalistenkollektiv «Sudan War Monitor» warnte, eine Übernahme durch die RSF könnte die Landwirtschaft unterbrechen und die ohnehin schon gravierende Getreideknappheit im Sudan noch verschärfen. Dabei bestätigte «Sudan War Monitor», dass RSF-Kämpfer es geschafft hätten, in die Stadt mit 250'000 Einwohnerinnen und Einwohnern vorzudringen. Die Ankündigung der RSF über die Einnahme der Stadt löste demnach vor Ort Panik aus. Zahlreiche Menschen seien geflohen.

Im Sudan kämpfen seit April 2023 die Armee und die paramilitärische Gruppe (RSF) um die Macht. Der UN-Sicherheitsrat hat ein Ende der Kämpfe gefordert, was beide Seiten aber ignorieren. Millionen Menschen sind aufgrund der Gewalt auf der Flucht. Die Hauptstadt Khartum ist in grossen Teilen zerstört. Laut Hilfsorganisationen wie «International Rescue Commission» (IRC) droht dem Land die schlimmste humanitäre Krise weltweit. (saw/sda/dpa)

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