International
Afrika

Wirbelsturm trifft auf Afrikas Ostküste - neun Tote

Wirbelsturm trifft auf Afrikas Ostküste – neun Tote

24.01.2021, 14:1824.01.2021, 14:32

Der tropische Wirbelsturm «Eloise» ist am Wochenende mit Windböen von bis zu 160 Stundenkilometer und schweren Regenfällen auf Afrikas Ostküste getroffen.

Mindestens neun Menschen kamen nach Behördenangaben in der am schlimmsten betroffenen mosambikanischen Hafenstadt Beira ums Leben – die meisten davon wurden durch umfallende Bäume erschlagen. Von schweren Überschwemmungen betroffen sind die Distrikte Buzi und Nhamatanda.

Im Laufe des Tages zog der Wirbelsturm «Eloise» abgeschwächt weiter in Richtung der Nachbarländer Simbabwe, Botswana und Teile von Südafrika und schwächte sich dabei mit Windgeschwindigkeiten um die 80 Stundenkilometer stark ab. Er kam vom Inselstaat Madagaskar, wo es nach Behördenangaben mindestens einen Toten und Überschwemmungen gab.

Bild
Bild: sda

Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes (INAM) gingen allein in Beira innerhalb von 24 Stunden 250 Milliliter Regen nieder. Dort ist der Wasserstand aktuell sehr hoch, weil Tropensturm «Chalane» zum Jahreswechsel bereits dort für heftige Regenfälle sorgte. In der Region standen jedoch Helfer bereit. Sie zogen damit Konsequenzen aus dem verheerenden Zyklon «Idai» vor zwei Jahren. Die Schäden durch «Idai» kurz vor der Erntezeit im März 2019 sowie den kurze Zeit später folgenden Zyklon «Kenneth» gelten als besonders verheerend und haben Langzeitwirkung. Rund drei Millionen Menschen waren in Mosambik, Simbabwe und Malawi betroffen, gut 600 Menschen starben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Machtkampf in Polen eskaliert – darum geht es
In Polen hat sich der Konflikt zwischen der Mitte-Links-Regierung und dem rechtskonservativen Lager um Staatspräsident Karol Nawrocki um das Verfassungsgericht zugespitzt.
Vor dem Sitz des Gerichtshofs in Warschau versammelten sich am Abend hunderte Demonstranten, die Ministerpräsident Donald Tusk und dessen Regierung einen Angriff auf die Verfassung und Justiz des Landes vorwerfen. Die Polizei riegelte das Gebäude ab. Aufgrund der Geschehnisse brach Präsident Nawrocki seine Reise in den Senegal ab und begab sich noch in der Nacht zu Gesprächen ins Verfassungsgericht, wo die Wellen weiter hoch schlugen.
Zur Story