Spezialwünsche bei Trump-Besuch: Gerüchte um Gesundheitszustand von Xi Jinping
Vor einer guten Woche war Chinas Präsident Xi Jinping auf Staatsbesuch in den USA. Offenbar hat Xi dabei mehrfach ungewöhnliche Spezialwünsche geäussert und auch mehrere von der US-Regierung geplante Termine kürzer gehalten als geplant. Darüber berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Laut der US-Zeitung hat der chinesische Autokrat beispielsweise auf einem privaten Ruheraum im westlichen Flügel des Weissen Hauses bestanden. Zu diesem hatte nur seine Frau Peng Liyuan Zutritt.
Auch habe es am Abend der Ankunft Xis keine Aktivität gegeben, das ist bei Staatsbesuchen von solcher Bedeutung sonst die Norm. Im weiteren Verlauf des US-Besuchs sind weiter Termine mit Gastgeber und US-Präsident Donald Trump abgesagt oder auffallend kurz gehalten worden. Ein gemeinsames Abendessen mit Trump am zweiten Tag hat Xi laut dem «WSJ» komplett sausengelassen. Das Haupttreffen mit dem US-Präsidenten, der eigentlich zentrale Termin des Staatsbesuchs, habe zudem erst am Mittag begonnen und bereits in den frühen Nachmittagsstunden wieder geendet.
Und am letzten Tag des Treffens hat Xi den Besuch im US-Nationalarchiv bereits nach gut zehn Minuten wieder beendet. Offenbar haben chinesische Regierungsvertreter auch bewusst mehr Zeit für Ruhepausen für Xi bei dem Besuch gewünscht. Es gibt daher Spekulationen, wonach es mit der Gesundheit des 73-Jährigen nicht zum Besten steht.
Anders als bei US-Präsident Trump, der 80 Jahre alt ist, oder dem russischen Machthaber Wladimir Putin (wie Xi 73 Jahre alt), gab es über den chinesischen Präsidenten bisher nur sehr wenige Berichte, die einen möglicherweise angeschlagenen Gesundheitszustand thematisierten. Allerdings unterliegen die chinesischen Medien auch strikter staatlicher Kontrolle, noch ausgeprägter als in Russland. Symptomatisch sind dafür Bilder, die Xi bei der Ankunft in Washington sowie auch beim Besuch im Nationalarchiv zeigten: Beide Male ergriff er die Hand seiner Frau Peng und schien sich an ihr zu stützen. Laut chinesischen Staatsmedien handelt es sich dabei lediglich und eindeutig um Gesten der Zuneigung. (con)
