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Weidel besucht Orban und nennt Ungarn «grosses Vorbild»

epa11890136 A handout photo made available by the Hungarian PM's Press Office, shows Hungarian Prime Minister and leader of the ruling Fidesz party Viktor Orban welcoming co-chair and chancellor- ...
Alice Weidel und Victor Orban trafen sich an dessen Amtssitz im früheren Karmeliterkloster auf der Budapester Burg zu einem Gespräch.Bild: keystone

Weidel besucht Orban und nennt Ungarn «grosses Vorbild»

12.02.2025, 13:0812.02.2025, 13:08

Die Chefin der rechtspopulistischen deutschen Partei AfD, Alice Weidel, hat bei einem Besuch in Budapest Ungarn in höchsten Tönen gelobt und als Vorbild bezeichnet.

«Ungarn ist das Bollwerk gegen illegale Migration», sagte sie bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Regierungschef Viktor Orban. Ungarn sei für die AfD (Alternative für Deutschland) ein Symbol für Vernunft, Souveränität, Unabhängigkeit und Meinungsfreiheit. Für den Fall einer AfD-Regierungsbeteiligung in Deutschland versprach Weidel: «Wir werden dem Pfad von Ungarn, unserem grossen Vorbild, folgen.» Bei der Bundestagswahl in Deutschland am 23. Februar tritt Weidel als Kanzlerkandidatin an.

Weidel und Orban trafen sich an dessen Amtssitz im früheren Karmeliterkloster auf der Budapester Burg zu einem Gespräch. Am Vorabend gab es dem Vernehmen nach auch ein gemeinsames Abendessen. Der Auftritt bei der Pressekonferenz vor ungarischen und deutschen Fahnen wirkte wie ein Staatsbesuch. Orban schrieb zuvor bei X, er habe heute die Zukunft Deutschlands empfangen. «Es war eine Ehre, Sie in Budapest zu empfangen, Vorsitzende Alice Weidel!»

Deutschland sei schwach geworden, sagte Weidel. Sie kritisierte die deutsche Energie- und Migrationspolitik und bekräftigte die Position der AfD, die Kompetenzen der Europäischen Union zurückzubauen.

Die Initiative für das Treffen war von der AfD ausgegangen. Orban hatte der «Neuen Zürcher Zeitung» gesagt, Weidel habe um dieses Treffen gebeten. Die AfD betont seit Jahren ihre Nähe zur rechtspopulistischen und EU-kritischen Politik des seit 2010 in Ungarn regierenden Orban. Im vergangenen Jahr sagte Weidel, sie habe volle Bewunderung für Orban, ebenso wie für den österreichischen FPÖ-Politiker Herbert Kickl. (sda/dpa)

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