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AfD-Bundestagsfraktion beschäftigt wohl mehrfach Vorbestraften

Philipp R.: AfD-Bundestagsfraktion beschäftigt wohl mehrfach Vorbestraften

Ein wegen Bedrohung und Trunkenheit am Steuer verurteilter Mann soll im Bereich Sicherheit für die AfD-Bundestagsfraktion arbeiten. Die äussert sich nicht.
04.09.2025, 22:4504.09.2025, 22:45
Ein Artikel von
t-online

Die AfD-Bundestagsfraktion beschäftigt einem «Spiegel»-Bericht zufolge einen Mann als Koordinator für Sicherheit, der im Mai vergangenen Jahres wegen Bedrohung, Besitzes verbotener Gegenstände und Trunkenheit im Verkehr verurteilt wurde.

Demnach geht es um einen Fall aus dem Jahr 2022 in Friedrichshafen am Bodensee. Philipp R. soll Bewohner einer Asylunterkunft beleidigt, mit einer Schreckschusswaffe bedroht und auch geschossen haben. Die Polizei soll ihn danach in angetrunkenem Zustand im Auto gestoppt und dabei einen griffbereiten Schlagstock, Tierabwehrspray und einen Schlagring gefunden haben.

Staatsanwaltschaft bestätigt Vorstrafe

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ravensburg bestätigte auf Anfrage ein Urteil des Landgerichts Ravensburg vom 22. Mai 2024 im Zusammenhang mit dem genannten Vorfall. Die genannte Person sei wegen Bedrohung in Tateinheit mit unerlaubtem Besitz verbotener Gegenstände sowie wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr zu einer Gesamtgeldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt worden. Nähere Auskünfte erteilte die Staatsanwaltschaft nicht.

Der vorbestrafte Mann ist laut «Spiegel» Funktionär der AfD im Bodenseekreis, dem Wahlkreis von Parteichefin Alice Weidel und arbeitet dem Bericht zufolge seit mindestens 2024 für die AfD im Bundestag. Er habe deshalb einen Hausausweis für das Parlamentsgebäude.

Ein Sprecher der AfD-Fraktion sagte auf Nachfrage, zu Personalangelegenheiten von Mitarbeitern gebe man grundsätzlich keine Auskunft. Die Bundestagsverwaltung antwortete dem Nachrichtenmagazin auf Anfrage, man könne «aus datenschutzrechtlichen Gründen» keine Auskunft geben.

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