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20 SPD-Abgeordnete warnen vor Koalition mit Berliner Linken

Berlin's Left Party leader Elif Eralp visits an installation displaying portraits of victims of the Oct. 7 Hamas attack on Israel, marking the third anniversary of the attack, at the Brandenburg  ...
Elif Eralp könnte die erste «Die Linke»-Bürgermeisterin Berlins werden.Bild: keystone

20 SPD-Abgeordnete warnen vor Koalition mit Berliner Linken

In Berlin entscheiden die Sozialdemokraten am Montag über Koalitionsverhandlungen mit Grünen und Linken. Nun stellen sich 20 SPD-Bundestagsabgeordnete gegen ein Bündnis – mit schweren Vorwürfen gegen die Berliner Linkspartei.
19.10.2026, 03:4119.10.2026, 03:41

Der Widerstand gegen eine mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin wächst nun auch innerhalb der SPD. 20 Bundestagsabgeordnete haben ein gemeinsames Papier unterzeichnet, in dem sie ihre Parteikollegen in der Hauptstadt auffordern, keine Koalitionsverhandlungen mit der Linkspartei aufzunehmen.

Das Schreiben liegt «Table.Briefings» vor. Die Abgeordneten verweisen darin auf wiederkehrende Antisemitismuskonflikte innerhalb der Berliner Linken sowie auf bekannt gewordene Kontakte ins Umfeld des Remmo-Clans und zu Personen aus extremistischen Milieus.

News Bilder des Tages Berlin, Deutschland, 22.05.2025: Deutscher Bundestag: 7. Bundestagssitzung: Ferat Kocak, Linke *** Berlin, Germany, 22 05 2025 German Bundestag 7 Bundestag session Ferat Kocak, L ...
Ferat Koçak stand zuletzt in der Kritik, wegen Verbindungen ins Clan-Millieu.Bild: www.imago-images.de

Diese Vorgänge begründeten «erhebliche Zweifel an der politischen Verlässlichkeit dieses Landesverbandes», heisst es in dem Papier.

Kritik an Antisemitismus-Vereinbarung

Kritisch sehen die SPD-Politiker auch eine Vereinbarung, die SPD, Grüne und Linke am 8. Oktober zum Beginn ihrer Sondierungsgespräche getroffen hatten. Darin wurden gemeinsame Grundsätze unter anderem zum Umgang mit Antisemitismus festgehalten.

Die Bundestagsabgeordneten halten bereits die Notwendigkeit einer solchen Vereinbarung für problematisch.

«Allein die Tatsache, dass fundamentale Grundsätze unseres Zusammenlebens aufgeschrieben werden müssen, wirft die Frage auf, warum hier erst vereinbart werden muss, was für demokratische Parteien selbstverständlich sein sollte.»

Antisemitismus sei zudem kein Randproblem, das sich mit einer gemeinsamen Erklärung erledigen lasse.

«Kein einziges der Themen abgeräumt»

Verfasst wurde das Schreiben vom innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler. Er erhebt gegenüber «Table.Briefings» schwere Vorwürfe gegen die Berliner Linke.

«Die Berliner Linke hat kein einziges der besorgniserregenden Themen abgeräumt.»
Sebastian Fiedler

Es stehe weiterhin «mindestens der Anschein im Raum», dass Teile des Landesverbands für organisierte Kriminalität und Terrororganisationen anschlussfähig seien. Zudem spricht Fiedler von einem «heftigen Antisemitismusproblem», das struktureller Natur zu sein scheine.

Zu den Unterzeichnenden gehören unter anderem die frühere Bundesinnenministerin Nancy Faeser, der digitalpolitische Sprecher Johannes Schätzl, der gesundheitspolitische Sprecher Christos Pantazis sowie die beiden Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises, Esra Limbacher und Claudia Moll.

epa12004528 German Interior Minister Nancy Faeser attends a press conference at the federal press conference (Bundespressekonferenz) in Berlin, Germany, 02 April 2025. Together with Federal Criminal P ...
Die frühere Bundesinnenministerin Nancy Faeser.Bild: keystone

Der Berliner SPD-Landesverband will am Montag entscheiden, ob er Koalitionsverhandlungen mit Grünen und Linken aufnimmt. (mke)

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