International
TV

Trotz Trump-Druck: ABC verlängert Vertrag mit Jimmy Kimmel

This image released by ABC shows Jimmy Kimmel on the set of "Jimmy Kimmel Live!" on May 20, 2025. (Randy Holmes/Disney via AP)
Jimmy Kimmel
Hat gut lachen: Nachdem er kurzzeitig suspendiert wurde, kriegt Jimmy Kimmel nun gar eine Vertragsverlängerung.Bild: keystone

Trump will ihn loswerden – doch jetzt verlängert ABC sogar den Vertrag mit Jimmy Kimmel

Trotz politischen Drucks aus dem Trump-Lager: Jimmy Kimmel kann seinen Vertrag bei Disney's ABC um mindestens ein Jahr verlängern.
09.12.2025, 05:0209.12.2025, 05:02
Anna-Lena Janzen / t-online
Ein Artikel von
t-online

US-Präsident Donald Trump möchte ihn loswerden, seine Sendung war erst im September auf Druck der Regierung vorübergehend abgesetzt worden. Doch Jimmy Kimmel kann sich durchsetzen: Der Late-Night-Moderator hat seinen Vertrag mit der Disney-Tochter ABC um ein Jahr verlängert. Somit wird er die Sendung «Jimmy Kimmel Live!» bis Mitte 2027 weiterhin moderieren, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Sein Vertrag wäre im Mai kommenden Jahres ausgelaufen.

Kimmel hatte dem Lager von Präsident Donald Trump in einer Sendung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Er hatte über den mutmasslichen Attentäter und Trumps Anhängern gesagt: «Die Maga-Gang versucht verzweifelt, diesen Jungen, der Charlie Kirk ermordet hat, als alles andere als einen der ihren darzustellen, und sie tut alles, um daraus politisches Kapital zu schlagen.»

Die Trump-nahe Spitze der Medienaufsichtsbehörde FCC drohte dem Sender danach offenkundig mit dem Entzug von Sendelizenzen bei Fortsetzung der Kimmel-Show. Daraufhin kündigten die ABC-Partnerunternehmen Sinclair und Nexstar an, die Sendung aus dem Programm zu nehmen, woraufhin auch Disney «Jimmy Kimmel Live!» nicht weiter ausstrahlte. Die Entscheidung rief massive Kritik hervor, und Disney ruderte schliesslich zurück.

Trump hält sich für den besseren Showmaster

Trump hatte erst bei einer Veranstaltung am Samstagabend im Weissen Haus gegen den US-Entertainer ausgeteilt – und sich selbst als besseren Showmaster bezeichnet. Kurz vor der renommierten Preisverleihung des Kennedy Centers sagte Trump, er werde die Gala in Washington persönlich moderieren – und damit nicht nur Fernsehgeschichte schreiben, sondern auch höhere Einschaltquoten holen als Kimmel, der bereits mehrfach die Oscar-Gala moderiert hat.

«Jimmy Kimmel war schrecklich. Wenn ich ihn im Hinblick auf Talent nicht übertreffe, sollte ich nicht Präsident sein», so Trump. Die Kennedy Center Honors werden am 23. Dezember ausgestrahlt.

Verwendete Quellen:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Samoas Regierungschef entschuldigt sich für Hitlergruss
Nach dem Bekanntwerden eines Hitlergruss-Videos aus dem Jahr 2007 hat Samoas Regierungschef Laaulialemalietoa Leuatea Schmidt die Öffentlichkeit um Verzeihung gebeten.
Zur Story