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Türkischer Energieminister: Erstes Atomkraftwerk geht bald ans Netz

Türkischer Energieminister: Erstes Atomkraftwerk geht bald ans Netz

06.09.2026, 15:3806.09.2026, 15:38
FILE -Turkish Deputy Energy Minister Alparslan Bayraktar gestures during a discussion on stage at the Gastech 2021 conference in Dubai, United Arab Emirates, Sept. 21, 2021. (AP Photo/Jon Gambrell, Fi ...
Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar. (Archivbild)Bild: keystone

Der türkische Energieminister hat die baldige Inbetriebnahme des ersten Atomkraftwerks Akkuyu angekündigt. Derzeit befinde sich der erste Reaktor der Anlage in einer intensiven Testphase, sagte Minister Alparslan Bayraktar laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bei der Vorstellung des Prüfberichts der türkischen Energiepolitik, der gemeinsam mit der Internationalen Energieagentur (IEA) erstellt wurde. Vergangene Woche hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ausbau der gemeinsamen Atomenergieprojekte gesprochen.

Erstes türkisches Atomkraftwerk

Das erste türkische AKW entsteht nahe dem Dorf Akkuyu in der Mittelmeer-Provinz Mersin. Im Mai 2010 hatten die Regierungen in Ankara und Moskau dazu ein Abkommen unterzeichnet. Federführend ist der russische Staatskonzern Rosatom. Der erste von vier Reaktoren sollte ursprünglich bereits 2025 in Betrieb gehen, die Gesamtkosten des Werks werden auf 20 Milliarden US-Dollar (17,2 Mrd Euro) geschätzt. Nach seiner Fertigstellung soll das AKW rund zehn Prozent des türkischen Energiebedarfs decken – in etwa der Verbrauch der Millionenmetropole Istanbul.

Weitere Atomkraftwerke angekündigt

Bei einem Treffen zwischen Präsident Putin und Präsident Erdogan auf dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Kirgistan vergangene Woche kündigte Erdogan an, dass mit der Eröffnung des Akkuyu-AKW auch erste Schritte zur Inbetriebnahme weiterer Kraftwerke unternommen würden. «Wir befinden uns mitten in diesen Vorbereitungen», sagte Erdogan. Die Türkei erklärt den Ausbau der Atomenergie mit dem Ziel der Dekarbonisierung ihrer Energieproduktion. Gleichzeitig ist das Land stark abhängig von Energieimporten.

Endlagerung bisher unklar

Die oppositionsnahe Nachrichtenagentur Anka meldete unter Bezug auf Vertreter des Energieministeriums, dass der Bau eines Lagers für den anfallenden Atommüll im Bezirk Polatli bei der Hauptstadt Ankara geplant sei. Das Zentrum solle spätestens 2035 in Betrieb genommen werden. Von staatlicher Seite wurden der Bau bisher nicht bestätigt. (sda/dpa)

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