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Neuartiger Impfstoff gegen Dengue-Fieber erfolgreich getestet

Neuartiger Impfstoff gegen Dengue-Fieber erfolgreich getestet

22.01.2024, 16:5722.01.2024, 16:57

Ein neuer Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Dengue soll erfolgversprechend sein: Das auf einer neuen Technologie basierende Vakzin hat laut einem Lausanner Forschungsteam in einer ersten Studie an Menschen zu keinen nennenswerten Nebenwirkungen geführt.

epa10948641 A worker fumigates with anti-mosquito fog to control dengue fever at a residential area in Banda Aceh, Indonesia, 30 October 2023. The Banda Aceh city government carried out fogging action ...
Ein Arbeiter versprüht in Indonesien Anti-Moskito-Nebel. Bild: keystone

Das in Lausanne ansässige Universitätszentrum für Allgemeinmedizin und Gesundheitswesen (Unisanté) bewertete die im Fachblatt «The Lancet eBio Medicine» veröffentlichten Resultate in einer Mitteilung vom Montag als positiv und ermutigend.

Mit der Klimaerwärmung breiten sich die Tigermücken, die das Dengue-Fieber übertragen, weiter aus - auch in Europa. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt die Hälfte der Weltbevölkerung als gefährdet, an Dengue zu erkranken. In den letzten 20 Jahren ist die Anzahl an Dengue-Fällen nach Schätzung der WHO um das Achtfache gestiegen.

Neue Impfstoff-Technologie

Einen wirksamen Impfstoff zu haben, sei daher eine Priorität, hiess es von Unisanté. In Europa sind derzeit zwei Impfstoffe gegen das Dengue-Fieber erhältlich. Diese haben sich laut dem Universitätszentrum jedoch als unbefriedigend in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit erwiesen.

Statt wie diese herkömmlichen Impfstoffe die Produktion von Antikörpern anzuregen, wirkt der Impfstoffkandidat mit dem Namen PepGNP-Dengue auf die T-Zellen des Körpers. T-Zellen sind eine Art Immunzellen, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielen. Die Immunität wird laut Unisanté von sogenannten Gedächtniszellen erzeugt. Verabreicht wird der vom britischen Biotechnologieunternehmen Emergex Vaccines entwickelte Impfstoff mit Mikronadeln.

Auch gegen Corona

Das Ziel dieser Phase-1-Studie war es, festzustellen, ob der Impfstoff bei unerwünschte Nebenwirkungen auslöst. Insgesamt wurden 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 18 bis 45 Jahren geimpft und sechs Monate lang überwacht. Dabei traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, wie aus der Studie hervorgeht. Lokale Nebenwirkungen, wie etwa Schmerzen an der Injektionsstelle, wurden den Forschenden am häufigsten gemeldet.

Wie Unisanté mitteilte, wurde von den Lausanner Forschenden auch ein Impfstoff gegen Covid-19, der auf derselben Technologie basiert, getestet. Die Resultate dieser Studie befinden sich demnach im Veröffentlichungsprozess. (saw/sda)

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