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WHO lanciert Netzwerk zur Früherkennung von Infektionskrankheiten

WHO lanciert Netzwerk zur Früherkennung von Infektionskrankheiten

20.05.2023, 22:3620.05.2023, 22:36

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein globales System zur Früherkennung und Eindämmung von Infektionskrankheiten lanciert – am Tag vor dem Beginn des Jahrestreffens der WHO-Mitgliedsstaaten am Sonntag in Genf.

Das International Pathogen Surveillance Network (Internationales Netzwerk zur Überwachung von Pathogenen, IPSN) bietet eine Plattform, auf der sich Länder und Regionen bei der Sammlung und Analyse der Proben von Krankheitserregern verknüpfen können, wie die WHO in Genf mitteilte.

Lehre aus Corona-Pandemie

Das IPSN soll den Angaben zufolge dabei helfen, dass Bedrohungen durch ansteckende Krankheiten schnell identifiziert werden können. Auch soll die Plattform den Austausch von Informationen über solche Krankheiten erleichtern und die Koordination von Massnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheiten erleichtern. Mit dem System reagiert die WHO auf die Lehren der Corona-Pandemie.

Das Überwachungssystem wird auf der Genomanalyse - also der Entschlüsselung des Erbguts – von Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern basieren. Durch diese Analysen soll herausgefunden werden, wie ansteckend und tödlich die neu entdeckten Krankheitserreger sind und wie sie sich verbreiten.

Die gesammelten Daten sollen in eine breiter angelegte Datenbank zur Nachverfolgung der Ausbreitung von Krankheiten eingespeist werden. Das IPSN soll auch bei der Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen helfen.

(dsc/sda/afp)

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