International
Gesellschaft & Politik

UNO-Beobachter kritisieren Ablauf der Parlamentswahl in Burundi

UNO-Beobachter kritisieren Ablauf der Parlamentswahl in Burundi

03.07.2015, 01:4903.07.2015, 01:49

Die Vereinten Nationen haben den Ablauf der Parlaments- und Kommunalwahlen in Burundi kritisiert. Der Urnengang vom Montag im ostafrikanischen Land sei weder frei noch glaubwürdig gewesen, bemängelten die UNO-Wahlbeobachter.

Die Wahlen seien in einer «angespannten politischen Krise und einem Klima weit verbreiteter Angst und Einschüchterung in Teilen des Landes» abgehalten worden, heisst es in einem Bericht, der am Donnerstag in New York vorgestellt wurde. Insbesondere vor, aber auch während der Wahl habe es Gewalt und Explosionen gegeben.

Die Wahlergebnisse wurden noch nicht veröffentlicht. Die Opposition hatte zum Boykott des Urnengangs aufgerufen. Sie begründete dies damit, dass angesichts der grassierenden Gewalt mit mehr als 70 Todesopfern die Bedingungen für freie und faire Wahlen nicht gegeben seien.

Auslöser der Krise war die Ankündigung von Staatschef Pierre Nkurunziza Ende April, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Die Opposition lehnt dies als verfassungswidrig ab. Im Mai gab es einen Putschversuch gegen den Präsidenten, der allerdings scheiterte. (kad/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bessent nennt Bedingungen für Zollsenkungen für China
Im vergangenen Jahr hatten sich die USA und China mit Zöllen überzogen, zuletzt wurde es ruhiger. Kommt es nun zu einer weiteren Deeskalation?
Im Zollkonflikt zwischen den USA und China hat US-Finanzminister Scott Bessent Bedingungen für mögliche Senkungen von Importabgaben genannt. Kernidee sei ein Handelsrat (Board of Trade), über den beide Seiten Güter in unbedenklichen Bereichen identifizieren sollen, sagte er im Interview des US-Senders CNBC auf die Frage, welche Güter für Zollsenkungen im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar infrage kämen. Bessent stellte dabei gegenseitige Handelserleichterungen in Aussicht.
Zur Story