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Gesellschaft & Politik

António José Seguro gewinnt Präsidentenwahl in Portugal

Seguro gewinnt nach Prognosen Präsidentenwahl in Portugal

08.02.2026, 21:3708.02.2026, 21:37
Presidential candidate António José Seguro of the center-left Socialist Party arrives for a campaign rally ahead of the Feb. 8 presidential election in Lisbon, Thursday, Feb. 5, 2026. (AP Photo/Ana Br ...
António José Seguro auf einer Wahlparty in Lissabon.Bild: keystone

Die Stichwahl um das portugiesische Präsidentenamt hat Prognosen zufolge António José Seguro von der sozialdemokratisch orientierten Sozialistischen Partei (PS) klar gewonnen. Nach einer Erhebung des als sehr zuverlässig geltenden staatlichen Fernsehsenders RTP erhielt der 63-Jährige 68 bis 73 Prozent der Stimmen. Auch andere Medien des Landes wie die Zeitung «Público» nannten ähnliche Zahlen.

Es galt als praktisch ausgeschlossen, dass die Auszählung der Stimmzettel im Laufe des Abends noch etwas am Sieg Seguros ändern könnte. Seguro würde damit Nachfolger des konservativen Amtsinhabers Marcelo Rebelo de Sousa (77), der nach zwei je fünfjährigen Amtszeiten nicht erneut antreten durfte.

Gegner weit abgeschlagen

Der Gegenspieler Seguros, der Rechtspopulist André Ventura, landete nach diesen vorläufigen Angaben weit abgeschlagen bei 27 bis 32 Prozent. Schon vor der ersten Wahlrunde hatten 60 Prozent der Befragten gesagt, dass sie auf keinen Fall für den polarisierenden Politiker mit seiner gegen Immigranten gerichteten Agenda stimmen würden. Ventura hatte eine Verschiebung der Wahl wegen einer ganzen Reihe von Stürmen gefordert, die seit vergangener Woche über das Land hinweggefegt waren. Dass der 43-Jährige bis zu einem knappen Drittel der Wähler auf sich vereinigen könnte, galt als weiteres Zeichen für den rasanten Aufstieg der Rechtspopulisten. Nur sechs Jahre nach ihrer Gründung war Venturas Partei Chega (Es reicht) im Mai vorigen Jahres bereits zur zweitstärksten Kraft im Parlament in Lissabon avanciert. Sie stellt sich als Anwalt der einfachen Leute dar, die es gegen die als korrupt kritisierten Eliten zu verteidigen gelte. Die Wahl verlief trotz der Probleme durch die heftigen Winterstürme weitgehend störungsfrei. Nur in drei Gemeinden mit insgesamt 37'000 Wahlberechtigten wurde die Wahl wegen der Sturmfolgen um eine Woche auf den 15. Februar verschoben. (sda/dpa)

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