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Alberta bleibt kanadisch: Drei Viertel stimmen gegen Abspaltung

Supporters cheer as results begin to display at the pro-Canada watch party in Edmonton, Alberta Monday, Oct. 19, 2026. (James Maclennan/The Canadian Press via AP)
Canada Alberta Separation
Fans jubeln, als am Montag, dem 19. Oktober 2026, bei der Pro-Kanada-Public-Viewing-Veranstaltung in Edmonton, Alberta, die ersten Ergebnisse angezeigt werden.Bild: keystone

Alberta bleibt kanadisch: Drei Viertel stimmen gegen Abspaltung

Die Provinz Alberta hat mit grosser Mehrheit gegen die Durchführung eines Referendums über die Unabhängigkeit von Kanada gestimmt.
20.10.2026, 08:2720.10.2026, 10:00

Die Einwohner der kanadischen Provinz Alberta haben sich ersten Prognosen zufolge gegen weitere Schritte in Richtung einer Unabhängigkeit von Kanada ausgesprochen. Mehr als 76 Prozent der Wähler sprachen sich für einen Verbleib der Provinz in Kanada aus.

Das berichteten Sender wie CBC und CTV News. Das endgültige Ergebnis soll nach Angaben der Wahlbehörde am 29. Oktober veröffentlicht werden.

Political signs are posted on a property's fence in Wainwright, Alberta, Canada, Monday, Oct. 19, 2026. (AP Photo/Ty O'Neil)
Canada Referendum Vote
«Alberta macht, Ottawa nimmt.»: Ein Protestplakat der Separatisten.Bild: keystone

Die Einwohner Albertas stimmten am Montag in einem Referendum darüber ab, ob die Provinz ein zweites verbindliches Referendum zur Trennung von Kanada anstreben soll - sowie über neun weitere Fragen zur Einwanderung und zur Verfassung. Konkret wurde gefragt: «Sollte Alberta eine kanadische Provinz bleiben, oder sollte die Regierung Albertas den von der kanadischen Verfassung geforderten rechtlichen Prozess einleiten, um in der Provinz ein verbindliches Referendum abzuhalten, ob sich Alberta von Kanada trennen sollte oder nicht?»

Alberta liegt im Westen des Landes und gilt als besonders konservativ. Viele Unabhängigkeitsbefürworter sind der Ansicht, dass Alberta wirtschaftlich einen grossen Beitrag zum Wohlstand Kanadas leistet, von der Regierung in Ottawa aber politisch benachteiligt wird.

Jeff Rath, Calgary-based constitutional and Indigenous rights lawyer and co-founder of the Alberta Prosperity Project (APP) speaks with Le Canal Nouvelles (LCN) at the Alberta Prosperity Project refer ...
Jeff Rath, Mitbegründer des Alberta Prosperity Project (APP), spricht mit Le Canal Nouvelles (LCN) auf der Wahlparty des Alberta Prosperity Project in Edmonton, bei der die Ergebnisse des Referendums verfolgt wurden.Bild: keystone

Kanadas Premier: «Alberta hat sich für Kanada entschieden»

Kanadas Premierminister Mark Carney hat das Votum gegen die Abspaltung der Provinz Alberta begrüsst. «Die Einwohner Albertas haben sich für Kanada entschieden», hiess es in einer Mitteilung auf der Plattform X.

«Kanada ist so viel mehr als die Summe seiner Teile», schrieb Carney weiter. «Jetzt haben wir die Chance, all das, was uns als Kanadiern gegeben wurde - und uns wurde das grossartigste Land der Welt geschenkt - zu nutzen, und unser Land für uns alle besser zu machen.»

Danielle Smith, die Premierministerin von Alberta, zeigte sich auf der Plattform X ebenfalls erfreut über die ersten Ergebnisse der Abstimmung. «Die Einwohner Albertas haben für ein stärkeres Alberta in einem vereinten Kanada gestimmt.»

Die Einwohner Albertas hatten am Montag in einem Referendum darüber abgestimmt, ob die Provinz ein zweites verbindliches Referendum zur Trennung von Kanada anstreben soll. Ersten Prognosen zufolge sprachen sich mehr als 76 Prozent der Wähler für einen Verbleib der Provinz in Kanada aus.

Zentrum der kanadischen Erdölindustrie

Die Provinz mit rund fünf Millionen Einwohnern ist das Zentrum der kanadischen Erdöl- und Erdgasindustrie und verfügt über riesige Ölsandvorkommen. Die Klimapolitik der kanadischen Bundesregierung, etwa CO2-Abgaben und Vorgaben für die Energiebranche, wird von Separatisten als Angriff auf die wirtschaftliche Grundlage der Provinz betrachtet. Die Separatisten hatten bereits im Voraus angekündigt, auch ein Referendum, das gegen sie ausgeht, nicht als Ende ihrer Bestrebungen zu sehen.

In Kanada hat es in der Vergangenheit bereits zwei Unabhängigkeits-Referenden gegeben - allerdings beide in der französischsprachigen Provinz Quebec. Anfang Oktober ging dort die separatistische Parti Québécois als stärkste Kraft aus der Regionalwahl hervor. Sie strebt ein weiteres Referendum über die Unabhängigkeit der Provinz an. Umfragen zufolge gibt es dafür derzeit allerdings ebenfalls keine Mehrheit in der Bevölkerung. (val/sda)

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