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Mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo

epa13052886 Staff members work in an Ebola treatment center run by the NGO Alliance for Medical Action (ALIMA) in Rwampara, Ituri, Democratic Republic of Congo, 20 June 2026. On 19 June, the World Hea ...
Gesundheitspersonal kämpft im Kongo gegen Ebola.Bild: keystone

Mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo

22.06.2026, 09:4022.06.2026, 09:50

Gut einen Monat nach Beginn des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Fälle auf mehr als 1000 gestiegen.

Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa sind von den 1003 bestätigten Ebola-Erkrankten in drei Provinzen des Landes insgesamt 254 gestorben. Wie das Ministerium weiter mitteilte, gelten 100 Menschen als genesen. Derzeit werden 365 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Isolierstationen behandelt, hiess es. Die Todesfallquote betrage derzeit rund 25 Prozent.

Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai waren zudem im Nachbarland Uganda 19 Menschen an Ebola erkrankt und zwei von ihnen an der hochgefährlichen Krankheit gestorben. Die Fälle standen im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Kongo.

Derzeit werden den Angaben zufolge 58 Prozent der Kontakte von bestätigten Fällen nachverfolgt. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hatte sich bereits mehrfach besorgt über die hohe Zahl der nicht bekannten und nachverfolgten Kontakte geäussert.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. (sda/dpa)

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