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epa04358783  A woman takes care of her young children in a makeshift camp in the flood affected Morigaon district of Assam state, India, 18 August 2014. Dozens of people were killed and more than a million affected as floods driven by torrential monsoon rains ravaged India's northern and eastern states as the monsoon season in India usually lasts from June until September and exacts a heavy toll, both in terms of human lives and destruction of agricultural crops and property.  EPA/STR

Töchter bedeuten oft eine höhere finanzielle Belastung als Söhne Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Wegen teurer Mitgift: Auf 1000 Knaben werden in Indien nur 887 Mädchen geboren



In Indien werden zunehmend weniger Mädchen als Buben geboren. Das zeigt ein im November veröffentlichter Bericht des Innenministeriums. Demnach wurden in Indien im Jahr 2014 pro 1000 neugeborenen Knaben nur 887 Mädchen geboren.

Im Jahr 2011 lag die Quote noch bei 909 zu 1000, seitdem ging sie stetig zurück. Als natürlich gilt ein Verhältnis von ungefähr 940 zu 1000. Hintergrund ist die gezielte Abtreibung weiblicher Föten, ein seit langem anhaltendes Problem in Indien.

«Ein Rückgang im Geschlechterverhältnis ist Zeichen einer kolossalen Fehlentwicklung, die nicht weiter gehen darf»

Töchter bedeuten oft eine höhere finanzielle Belastung als Söhne, insbesondere für die arme Landbevölkerung. Söhne bleiben nach dem klassischen Familienbild im Haushalt der Eltern, um diese im Alter zu versorgen. Töchter kosten hingegen erst eine teure Mitgift zur Heirat und verlassen dann die Familie, um im Haushalt des Ehemanns zu leben.

Verbot der vorgeburtlichen Geschlechtsbestimmung

Seit 1996 ist es in Indien verboten, werdenden Eltern das Geschlecht ihres Kindes mitzuteilen. Die Regelung wird jedoch immer wieder umgangen oder ignoriert.

Erst Anfang November äusserte sich auch das Oberste Gericht Indiens zum Thema. Es wies die Bundesstaaten an, jede Geburt eines Mädchens ohne Verzug zu registrieren. «Ein Rückgang im Geschlechterverhältnis ist Zeichen einer kolossalen Fehlentwicklung, die nicht weiter gehen darf», sagten die Richter. (whr/sda/dpa)

So hart arbeiten weltweit 168 Millionen Kinder

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