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Iran

Iran: US-Sanktionen gegen Sarif «Gipfel der Dummheit»

Auf der Sanktionsliste der USA: Irans Aussenminister Dschawad Sarif. (Archivbild)
Die US hat weitere Sanktionen beschlossen, unter anderem gegen den Iranischen Aussenminister Dschawad Sarif.Bild: AP

Iran: US-Sanktionen gegen Sarif «Gipfel der Dummheit»

01.08.2019, 08:1801.08.2019, 08:18

Der Iran hat die neuen US-Sanktionen gegen seinen Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif als «Gipfel der Dummheit» kritisiert. «Die Amerikaner haben einfach nur Angst vor Sarifs diplomatischen Fähigkeiten», sagte Aussenamtssprecher Abbas Mussawi am Donnerstag. Durch die Massnahmen werden mögliche Vermögen Sarifs in den USA eingefroren, ausserdem dürfen US-Bürger fortan keine Geschäfte mit ihm machen.

Auch der aussenpolitische Berater von Präsident Hassan Ruhani verurteilte die amerikanische Entscheidung. «Dieser Akt der Verzweiflung ist eine weitere peinliche Niederlage für die amerikanische Diplomatie, denn jetzt wird Sarifs Stimme im In- und Ausland lauter denn je», twitterte Diako Hosseini.

Sarif selbst hatte bereits am Mittwochabend die von der US-Regierung gegen ihn verhängten Sanktionen als «wirkungslos» bezeichnet. «Danke, dass Sie mich als so eine grosse Bedrohung ihrer Agenda wahrnehmen», twitterte er in offenbar sarkastischem Tonfall. Die Begründung der US-Regierung für die Sanktionen sei, dass er der wichtigste Sprecher des Irans auf der Weltbühne sei. «Ist die Wahrheit wirklich so schmerzhaft?» fragte er auf Twitter.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind extrem gestiegen, seitdem die USA im vergangenen Jahr einseitig aus dem internationalen Atomabkommen ausgestiegen waren und scharfe Sanktionen verhängten. Teheran hielt sich ein Jahr lang weiter an das Abkommen, das eine iranische Atombombe verhindern soll. Seit Juni aber änderte auch der Iran seine Politik. Der Teilausstieg aus dem Atomdeal und das Vorgehen gegen britische Öltanker im Persischen Golf sind Teil dieser neuen Politik. (sda/dpa)

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