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Nach drei Tagen Ungewissheit: Elnas Rekabi meldet sich auf Instagram

Nach drei Tagen Ungewissheit: Elnas Rekabi meldet sich auf Instagram

22.10.2022, 20:4722.10.2022, 20:47

Die iranische Klettersportlerin Elnas Rekabi hat sich nach tagelanger Ungewissheit über ihr Schicksal nach ihrer Rückkehr nach Teheran zu Wort gemeldet. Sie bedankte sich via Instagram bei ihren Fans, insbesondere bei denen, die sie nach ihrer Rückkehr von den Asienmeisterschaften in Südkorea am Flughafen in Teheran willkommen hiessen. Ihre Botschaft beendete die 33-Jährige mit den Worten «Ich, Menschen, Iran», was in den sozialen Medien am Samstag als Unterstützung für die systemkritischen Proteste im Iran interpretiert wurde.

Iranian athlete Elnaz Rekabi competes during the women's Boulder & Lead final during the IFSC Climbing Asian Championships, in Seoul, Sunday, Oct. 16, 2022. Rekabi left South Korea on Tuesday ...
Elnas Rekabi an einem Wettkampf in Souel am 16. Oktober 2022.Bild: AP International Federation of S

Rekabi war im Finale in Seoul ohne Kopftuch angetreten - und anschliessend plötzlich verschwunden. Nach ihrer Rückkehr in den Iran gab es Spekulationen, dass dieser unter Zwang erfolgt sei und sie unter striktem Hausarrest stehe. Rekabi wurde mit ihrem Auftritt zur Heldin der seit über einem Monat anhaltenden Proteste gegen das islamische System und den Kopftuchzwang im Iran.

Nach ihrer Rückkehr entschuldigte sich die Sportlerin zwar für den «unbeabsichtigten Kopftuchfehler». Viele Beobachter vermuteten aber, dass sie dazu vom Sportministerium gezwungen wurde. Bei dem obligatorischen Treffen mit Sportminister Hamid Sadschadi trug sie erneut kein klassisches Kopftuch, sondern nur eine Sportkappe.

Das Nationale Olympische Komitee (NOK) des Irans soll dem Internationalen Olympische Komitee (IOC) und dem Weltverband IFSC bei einem Treffen zugesichert haben, dass Rekabi «keine Konsequenzen» zu befürchten habe. Rekabi selbst will ihre Karriere in der Nationalmannschaft weiterführen. Ob das iranische Sportministerium dies erlaubt, ist unklar. (sda/dpa)

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Die Gesichter des Protestes gegen das Regime in Iran
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quelle: keystone / abedin taherkenareh
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