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Iran

USA Iran: Mike Pompeo will weltweite Koalition gegen Iran

«Koalition der Willigen» 2.0? Washington strebt weltweites Bündnis gegen Iran an

24.06.2019, 08:4224.06.2019, 08:42
Secretary of State Mike Pompeo speaks to the media at Andrews Air Force Base, Md., Sunday, June 23, 2019, before boarding a plane headed to Jeddah, Saudi Arabia. (AP Photo/Jacquelyn Martin, Pool)
US-Aussenminister vor dem Abflug nach Saudi-Arabien und VAE.Bild: AP/AP

Im Konflikt mit dem Iran will Washington jetzt eine weltweite Koalition aufbauen. US-Aussenminister Mike Pompeo sprach am Sonntag (Ortszeit) von «einer Koalition, die sich nicht nur über die Golfstaaten erstreckt, sondern auch über Asien und Europa». Diese solle bereit sein, den «grössten Sponsor des Terrors auf der Welt» zurückzudrängen, sagte Pompeo vor einer Reise nach Saudi Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit beiden Ländern will er über eine gemeinsame strategische Linie reden.

Diese neue weltweite Koalition erinnert an die «Koalition der Willigen», die den Angriff der USA auf den Irak im März 2003 unterstützte. Der Militäreinsatz führte zum Sturz des damaligen irakischen Diktators Saddam Hussein.

Nach den Worten Pompeos treten am Montag neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Die USA wollen das Land demnach daran hindern, Atomwaffen und Raketen zu bauen und damit dafür sorgen, dass US-amerikanische Interessen gewahrt würden und Amerikaner weltweit sicher seien. US-Präsident Donald Trump hatte die neuen Sanktionen am Wochenende per Twitter angekündigt. In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders NBC sagte Trump allerdings auch, er sei «ohne Vorbedingungen» zu Gesprächen mit dem Iran bereit.

Die seit Monaten andauernden Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich Ende vergangener Woche gefährlich zugespitzt. Der Iran schoss am Donnerstag eine Aufklärungsdrohne ab, die nach Angaben aus Teheran den Luftraum des Landes verletzt hatte. Nach US-Angaben flog das unbemannte Flugzeug dagegen in internationalem Luftraum. Die USA bereiteten danach einen Gegenschlag vor, den Trump nach seinen Worten nur kurz zuvor stoppte. Er begründete das mit der erwarteten Zahl von 150 Todesopfern im Iran, die er unverhältnismässig im Vergleich zum Abschuss eines unbemannten Flugzeugs nannte. (sda/dpa)

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