International
Italien

Italienische Förster töten «gefährlichen» Bären in den Alpen

Italienische Förster töten «gefährlichen» Bären in den Alpen

07.02.2024, 16:4207.02.2024, 17:54
Bildnummer: 54579298 Datum: 17.10.2010 Copyright: imago/imagebroker
Bärin Jurka, Mutter vom Problembär Bruno, Braunbär (Ursus arctos), im Bärenpark bei Schapbach im Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deu ...
Nicht zum Knuddeln geeignet: Bär «M90» war als gefährlich eingestuft worden. (Archivbild)Bild: Imago

In den italienischen Alpen ist ein als gefährlich eingestufter Bär abgeschossen worden. Mitarbeiter der Forstbehörden erlegten das zweieinhalb Jahre alte Raubtier am Dienstag in der Provinz Trient, wie die örtlichen Behörden am Mittwoch mitteilten.

Er bewegte sich ihren Angaben nach mit «ausgeprägtem Vertrauen» in der Nähe von Städten. Am 28. Januar war «M90» Wanderern mit einem Abstand von etwa 500 Metern gefolgt, woraufhin das Institut für Naturschutz und Umweltforschung (ISPRA) umgehend seinen Abschuss gefordert hatte.

Regionalpräsident Maurizio Fugatti erteilte dazu die Genehmigung. Er hatte sich bereits im vergangenen Jahr für eine Begrenzung der Bärenpopulation ausgesprochen, nachdem ein Bär am 7. April einen Jogger auf einem Wanderweg in derselben Region getötet hatte. Die Tierschutzorganisation OIPA verurteilte nach dem Abschuss von «M90» eine «blinde und tierfeindliche Politik» der Behörden von Trient.

Die norditalienische Provinz verfolgte mit dem Programm «Life Ursus» zwischen 1996 und 2004 das Ziel, Bären im Norden Italiens wieder heimisch werden zu lassen. 50 Bären sollten sich dort ansiedeln, mittlerweile sind es jedoch viel mehr. Insgesamt leben in Italien, vornehmlich in Trient und in den Abruzzen im Zentrum des Landes, 120 bis 200 Bären. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Hier steppt der Bär
1 / 10
Hier steppt der Bär
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ich bin total gegen Wolfsabschüsse » – Jäger hat klare Meinung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Diese 4 Schweizer Firmen gehören zu den 100 teuersten der Welt
Der Gesamtwert der weltweit 100 teuersten börsenkotierten Unternehmen ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Die Schweiz ist mit Roche, Novartis, Nestlé und neu ABB vier Mal im Ranking vertreten.
Der kumulierte Börsenwert der 100 teuersten Unternehmen stieg gegenüber dem Jahresende 2025 um satte 18 Prozent auf insgesamt 61,9 Billionen Dollar. Ein neuer Höchststand, wie das Beratungsunternehmen EY am Freitag mitteilte. Damit liege der aufsummierte Börsenwert der Top 100 um fast die Hälfte über dem Wert vom Jahresende 2024.
Zur Story