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Benko muss im September wegen Signa-Pleite erneut vor Gericht antraben

Benko muss im September wegen Signa-Pleite erneut vor Gericht antraben

Der inhaftierte Signa-Gründer René Benko muss sich am 22. September erneut vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten.
04.09.2026, 15:1404.09.2026, 15:14

Gegenstand des Verfahrens ist der Vorwurf der betrügerischen Krida, also der Schädigung von Gläubigern im Zusammenhang mit einer Insolvenz.

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René Benko soll seinen Gläubigern Millionenschäden zugefügt haben.Bild: APA/APA

Der Termin wurde vom Landesgericht am Freitag bestätigt. Der österreichische Oberste Gerichtshof (OGH) hatte im Juli einen Teilfreispruch Benkos aufgehoben und eine Neuverhandlung angeordnet.

Konkret geht es um eine Mietvorauszahlung von 360'000 Euro für eine Villa im Innsbrucker Stadtteil Hungerburg. Benko soll damit im Vorfeld seiner Insolvenz als Einzelunternehmer Vermögen dem Zugriff seiner Gläubiger entzogen beziehungsweise deren Befriedigung geschmälert haben.

Einen Schuldspruch wegen einer Schenkung von 300'000 Euro an seine Mutter hatte der OGH dagegen bestätigt. Insgesamt geht es in dem Verfahren damit um einen Schaden von rund 660'000 Euro. Der mögliche Strafrahmen liegt zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Weitere Verfahren und neue Vorwürfe

Für den 23. September ist ein Ersatztermin vorgesehen. Voraussichtlich im Oktober dürfte Benko wegen weiterer Vorwürfe erneut vor Gericht stehen. Dabei wirft ihm die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) schweren Betrug und weitere Gläubigerschädigung vor.

Unter anderem soll Benko gegenüber dem früheren Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner beziehungsweise Vertretern von dessen Familienstiftung eine falsche Garantie abgegeben und die Stiftung dadurch um rund 5 Millionen Euro geschädigt haben.

Zuletzt wurden weitere Ermittlungen gegen den früheren Immobilienmilliardär bekannt. Dabei geht es unter anderem um Zahlungen für einen Fuhrpark und Aufenthalte in einem Luxus-Chalet am Arlberg sowie um den Verdacht, Unterschriften von Signa-Investoren nachträglich auf einem Gesellschafterbeschluss eingefügt zu haben.

Benko hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bislang zurückgewiesen. Er sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. (sda/awp/apa)

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