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Feuer in Südkalifornien schlagen Zehntausende in die Flucht

Feuer in Südkalifornien schlagen Zehntausende in die Flucht

27.10.2020, 05:4827.10.2020, 05:48
epaselect epa08776268 Firefighters work at controlling the Silverado Fire burning near Irvine in Orange County, South of Los Angeles, California, USA, 26 October 2020. Some 60,000 people were evacuate ...
Ein Feuerwehrmann nahe Irvine, Orange County.Bild: keystone

Von heftigen Winden und extremer Trockenheit begünstigt, haben sich in Südkalifornien zwei Waldbrände rasch ausgebreitet. Die Flammen trieben am Montag mehr als 90 000 Menschen aus ihren Häusern. Laut Mitteilung der Behörde Cal Fire erlitten zwei Feuerwehrleute schwere Verbrennungen. Sie zählen zu den rund 500 Einsatzkräften, die gegen das sogenannte Silverado-Feuer etwa 70 Kilometer südöstlich von Los Angeles ankämpften. Die Ursache für den Brand war zunächst unbekannt.

Das Feuer nahe Irvine im Bezirk Orange County hatte bis zum Montagabend (Ortszeit) eine Fläche von knapp 30 Quadratkilometern zerstört. Nördlich davon waren rund 200 Feuerwehrleute gegen das Blue-Ridge-Feuer im Einsatz. Die Behörden warnten vor heftigen Santa-Ana-Winden, die vor allem im Herbst aus östlicher Richtung wehen.

Viele Teile Kaliforniens befinden sich derzeit unter «Red-Flag»-Warnung für hohe Feuergefahr, ausgelöst durch starke Winde und Trockenheit. In Nordkalifornien hatte der Energieversorger PG&E in besonders gefährdeten Gebieten vorsorglich den Strom abgeschaltet. Heftige Windböen können Strommasten und Leitungen beschädigen und Funken auslösen. Dies hatte in der Vergangenheit wiederholt Brände verursacht. Am Montagabend waren rund 250 000 Kunden ohne Strom, wie eine Sprecherin laut «San Francisco Chronicle» mitteilte.

Bereits seit Mitte August toben in dem Westküstenstaat heftige Feuer, mehr als 16 000 Quadratkilometer Wald und Nutzland sind schon abgebrannt, eine Fläche mehr als viermal so gross wie Mallorca. (sda/dpa)

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