International
Klima

Greta Thunberg und 200 Aktivisten blockieren Raffinerie in Norwegen

Greta Thunberg und 200 Aktivisten blockieren Raffinerie in Norwegen

18.08.2025, 13:5418.08.2025, 13:54

Rund 200 Umweltaktivisten, darunter die Schwedin Greta Thunberg, haben am Montag die grösste Raffinerie Norwegens blockiert. Sie forderten ein Ende der Öl- und Gasindustrie des Landes, wie Organisatoren und Polizei mitteilten.

epa12307598 Swedish climate activist Greta Thunberg joins activists from Extinction Rebellion during an action at Equinor's oil refinery in Mongstad, Norway, 18 August 2025. The global environmen ...
Greta Thunberg am Montag in Norwegen.Bild: keystone

Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion setzten sich auf die Zufahrtsstrasse zur Anlage in Mongstad bei Bergen, während Kajaks und Segelboote die Hafenzufahrt blockierten. «Es ist völlig klar, dass es keine Zukunft im Öl gibt. Fossile Energien führen zu Tod und Zerstörung», erklärte Thunberg. Ölproduzenten wie Norwegen hätten «Blut an den Händen».

Die Polizei war seit dem Morgen vor Ort und überwachte die Lage. Die Aktivisten kündigten an, ihre Aktionen die ganze Woche fortzusetzen. Die Raffinerie gehört dem mehrheitlich staatlichen Konzern Equinor.

Die Aktivisten fordern von der Regierung einen «Plan zum Ausstieg aus Öl und Gas». Norwegen ist Europas grösster Produzent dieser Rohstoffe und wird für den Sektor regelmässig kritisiert. Die Regierung verweist dagegen auf Arbeitsplätze, Know-how und die Bedeutung einer stabilen Energieversorgung für Europa.

Equinor will bis 2035 eine stabile Ölproduktion von 1,2 Millionen Barrel pro Tag sowie eine jährliche Gasproduktion von 40 Milliarden Kubikmetern aufrechterhalten. (dab/sda/awp/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Emirate sanktionieren Irans grösste staatliche Bank
Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans grösstem staatlichen Finanzinstitut, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit in dem Golfstaat weitestgehend untersagt. Die Bank dürfe in den Emiraten keine Finanztransaktionen aus dem Iran oder in den Iran mehr abwickeln, erklärte die Notenbank. Dies gelte auch für Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Dubai und die übrigen Emirate waren für den Iran zuletzt eine sehr wichtige Drehscheibe für Finanz- und Handelsgeschäfte.
Zur Story