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UNO: Welt vor der Klimakonferenz in Glasgow auf «katastrophalem Weg»

17.09.2021, 20:01

Vor der Klimakonferenz in Glasgow im November befindet sich die Welt nach Aussagen von UNO-Chef António Guterres hinsichtlich der Erderwärmung auf einem «katastrophalen Weg». Einem Bericht der zuständigen UNO-Klimaagentur zufolge sei eine Erwärmung um 2,7 Grad absehbar. «Damit wird das vor sechs Jahren gemachte Versprechen gebrochen, das 1,5-Grad-Celsius-Ziel des Pariser Abkommens zu verfolgen», sagte Guterres am Freitag in New York.

«Die Nichterreichung dieses Ziels wird sich am massiven Verlust von Menschenleben und Existenzgrundlagen messen lassen», so der UNO-Generalsekretär weiter. Es bestehe ein hohes Risiko, dass die Klimakonferenz in Glasgow scheitere. Doch es sei nicht zu spät, um das Ziel von Paris noch zu erreichen - sofern die Länder ihre Anstrengungen verstärkten.

Zuvor hatten die Vereinten Nationen einen Klimabericht zu den Plänen der Staatengemeinschaft für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen vorgelegt. Vom UNO-Klimasekretariat hiess es dazu, dass die Nationen «ihre Klimaanstrengungen dringend verdoppeln müssen», wenn sie einen globalen Temperaturanstieg über 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts verhindern wollen.

UNO-Generalsekretär António Guterres ist besorgt.
UNO-Generalsekretär António Guterres ist besorgt.
Bild: keystone

Um das Ziel zu erreichen, müssten bis Ende dieses Jahrzehnts die Emissionen laut UNO um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden. Die aktuellen Zahlen jedoch deuten darauf hin, dass die globalen Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 um etwa 16 Prozent höher wären als 2010. Eine Schlüsselrolle bei den Gegenmassnahmen kommt dabei den G20-Ländern zu, die für 75 Prozent aller Emissionen verantwortlich sind - von diesen ist aber nur Grossbritannien auf einem Pfad, der ungefähr für die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels notwendig wäre.

Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,2 Grad erhitzt. Die Weltklimakonferenz in Glasgow im November gilt als wichtiger Meilenstein.

Die Folgen der Klimakrise sind bereits weltweit spürbar – dazu gehören etwa ein Anstieg der Meeresspiegel, ein höheres Risiko von Dürren, Hitzewellen, schweren Stürmen und Überschwemmungen, aber auch das Abschmelzen von Gletschern und der Eisflächen an den Polen oder das Absterben von Korallenriffen. Zuletzt hatte unter anderem Extremwetter in den USA weltweit für Aufsehen gesorgt. (sda/dpa)

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