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Aktivisten nach Klebeaktion in London schuldig gesprochen

Aktivisten nach Klebeaktion in London schuldig gesprochen

06.12.2022, 17:0006.12.2022, 17:00
Police officers arrest an activisit from the group Just Stop Oil after they blocked a road in London, Thursday, Oct. 27, 2022 demanding to stop future gas and oil projects from going ahead. (AP Photo/ ...
Bild: keystone

Zwei Klimaaktivisten, die sich in der Londoner Nationalgalerie an ein Gemälde geklebt hatten, sind vor einem britischen Gericht der Sachbeschädigung schuldig gesprochen worden.

Welches Strafmass die 23-Jährige und den 22-Jährigen erwartet, soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden, wie der Westminster Magistrates' Court der Nachrichtenagentur PA zufolge am Dienstag mitteilte.

Die beiden Aktivisten gehören zur Organisation Just Stop Oil, die in den vergangenen Monaten mit mehreren ähnlichen Aktionen sowie Strassenblockaden auf sich aufmerksam gemacht hat. Anfang Juli verkleideten sie in der berühmten National Gallery das Landschaftsgemälde «The Hay Wain» von John Constable aus dem Jahr 1821 zunächst mit einer auf Poster gedruckten, düsteren Version des Bildes und klebten dann ihre Hände an den Rahmen. Dem Bericht zufolge betrugen die Kosten für die Wiederherstellung des Bildes sowie das Anbringen einer Schutzscheibe 1081 Pfund (rund 1255 Euro).

Mit den Aktionen fordert Just Stop Oil die britische Regierung auf, keine neuen Lizenzen mehr für Öl- und Gasvorhaben zu vergeben. Klimaforschern zufolge sind neue fossile Projekte nicht vereinbar mit dem international vereinbarten Klimaziel, die Erderwärmung auf 1.5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

In der kommenden Woche soll in London direkt die nächste Protestaktion von Klimaaktivisten in der Londoner National Gallery verhandelt werden: Die Bilder der Frauen, die das berühmte Sonnenblumen-Gemälde von Vincent van Gogh mit Tomatensuppe bewarfen, gingen um die Welt. Auch in Deutschland gab es zuletzt vermehrt Aktionen, bei denen sich Aktivisten an Kunstwerken festklebten, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. (aeg/sda/dpa)

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