International
Klima

Dürre-Alarm in Barcelona: Bevölkerung soll kein Wasser verschwenden

Dürre-Alarm in Barcelona: Bevölkerung soll Wasser sparen

22.11.2022, 19:2222.11.2022, 19:22

Angesichts der anhaltenden Trockenheit wird im spanischen Barcelona erstmals seit 2008 wieder ein Dürre-Alarm ausgerufen, der Wasserbeschränkungen mit sich bringt. «Der seit Monaten ausbleibende Regen zwingt uns dazu, neue Entscheidungen zu treffen, um die Folgen dieser Dürre zu minimieren», sagte eine Sprecherin der katalanischen Regionalregierung am Dienstag.

Barcelona und die umliegende Region würden daher ab Freitag in den Dürre-Alarm versetzt. In anderen Regionen im Nordosten Kataloniens gilt bereits Dürre-Alarm. Ab Freitag werden dann 80 Prozent der 7.7 Millionen Einwohner Kataloniens davon betroffen sein. Der Dürre-Alarm bedeutet, dass die Wasserversorgung für Landwirte, Viehzüchter oder Industriebetriebe eingeschränkt wird. Auch Swimmingpools dürfen nicht mehr befüllt werden.

Für den Hausgebrauch soll es jedoch keine Rationierung geben. Auch wenn die mittelfristigen Niederschlagsprognosen «nicht schlecht» seien, müsse der «beunruhigende» Hintergrund die Bevölkerung aber dazu bringen, ihre Gewohnheiten zu ändern, um kein Wasser zu verschwenden, so die Sprecherin. Katalonien werde künftig mit längeren und intensiveren Dürre-Perioden konfrontiert sein.

Spanien hat nach einem Sommer mit wiederholten Hitzewellen und verheerenden Waldbränden den wärmsten Oktober seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen im Jahr 1961 erlebt. Von Januar bis Oktober war 2022 das vierttrockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, wobei die Niederschlagsmenge 26 Prozent unter dem Normalwert lag. Der Wasserstand in den Wasserreservoirs des Landes betrug laut der Zentralregierung Mitte November nur 32.5 Prozent ihrer Gesamtkapazität. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Feuerinferno auf kanadischer Militärbasis: 4 Tote und 19 Verletzte in Lebensgefahr
Ein schnell um sich greifendes Feuer auf dem Militärstützpunkt Wainwright in Kanada hat vier Menschen getötet und mindestens 19 lebensgefährlich verletzt. Insgesamt wurden 39 Personen mit teils schweren Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht, wie die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in einer Pressekonferenz bekanntgab.
Zur Story