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Kolumbien ruft nach Erdbeben mit 319 Toten Notstand aus

epa13176382 A rescue worker walks past damaged residential buildings at risk of collapse in the Chiminangos neighborhood of Cali, Colombia, 17 August 2026. A 7.4-magnitude earthquake struck Colombia o ...
Eine Rettungskraft geht an beschädigten, einsturzgefährdeten Wohngebäuden im Stadtteil Chiminangos in Cali, Kolumbien, vorbei.Bild: keystone

Kolumbien ruft nach Erdbeben mit 319 Toten Notstand aus

20.08.2026, 20:3120.08.2026, 20:31

Bei dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Toten auf 319 gestiegen. Über 4'500 Menschen wurden verletzt und 260 weitere gelten als vermisst, wie die Nationale Einheit für Katastrophenrisikomanagement (UNGRD) mitteilte.

Die Regierung hat für 15 betroffene Departamentos einen 30-tägigen Notstand ausgerufen. Damit kann sie unter anderem schneller Geld für Nothilfe und Wiederaufbau mobilisieren und staatliche Mittel umschichten. «Das Ausmass dieser Tragödie erfordert es, dass wir an mehreren Fronten gleichzeitig handeln: die Suche nach unseren Vermissten fortsetzen, uns um die Verletzten und Betroffenen kümmern, die lebenswichtige Infrastruktur wiederherstellen und bereits jetzt den Wiederaufbau der betroffenen Regionen vorbereiten», schrieb der erst seit zwei Wochen amtierende Präsident Abelardo De La Espriella auf der Plattform X.

Die sogenannte wirtschaftliche, soziale und ökologische Notstandserklärung erlaubt der Regierung zudem, vorübergehend Dekrete mit Gesetzeskraft zu erlassen, wie die Zeitung «El Tiempo» berichtete. Demnach werden die Kosten des Wiederaufbaus nach einer vorläufigen Schätzung des Nationalen Planungsamtes auf rund 40 Billionen kolumbianische Pesos (rund 11,3 Milliarden Euro) veranschlagt.

epa13176531 Colombian singer Shakira speaks during a press conference after visiting one of the areas devastated by the 7.4-magnitude earthquake in Quibdo, Colombia, 17 August 2026. Shakira announced  ...
Die kolumbianische Sängerin Shakira spricht während einer Pressekonferenz nach ihrem Besuch in einem der vom Erdbeben der Stärke 7,4 verwüsteten Gebiete in Quibdó, Kolumbien.Bild: keystone

Shakira hilft beim Wiederaufbau

Am Montag hatte der aus Kolumbien stammende Weltstar Shakira das schwer betroffene Departamento Chocó an der Pazifikküste besucht und finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Schulen versprochen. Ihrer Stiftung «Pies Descalzos» (Barfuss) seien bereits Spenden in Höhe von einer Million US-Dollar (864'000 Euro) für den Wiederaufbau zugesagt worden, sagte sie.

Der Erdstoss der Stärke 7,4 hatte am 10. August vor allem Teile im Westen Kolumbiens hart getroffen. Besonders betroffen waren die Regionen Valle del Cauca mit der Grossstadt Cali, aber auch die Departamentos Chocó und Risaralda. Mehr als 31'000 Wohnhäuser wurden den Behörden zufolge zerstört, mehr als 163'000 beschädigt. Über 300 Gebäude stürzten ein. (sda/dpa)

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