International
Mafia & Co

Neue Ermittlungen im Fall von verschleppten mexikanischen Studenten

Neue Ermittlungen im Fall von verschleppten mexikanischen Studenten

29.02.2016, 01:0429.02.2016, 08:21

Im Fall der im September 2014 verschwundenen mexikanischen Studenten sollen neue Ermittlungen Gewissheit über das Schicksal der Opfer bringen. Konkret soll eine Abfalldeponie, auf der die Leichen verbrannt worden sein sollen, neu untersucht werden.

Die Staatsanwaltschaft in Mexiko-Stadt kündigte am Sonntag die neue Untersuchung an. Experten hatten zuvor die Hypothese der Verbrennung der Leichen der 43 verschleppten Studenten zurückgewiesen.

An der neuen Studie sollen unter anderem Fachleute der Interamerikanischen Menschenrechtskommission teilnehmen. Diese hatte im vergangenen Jahr erstmals den Brand auf der fraglichen Deponie angezweifelt. Argentinische Forensiker waren kürzlich zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.

Im September 2014 hatten Polizisten in der Stadt Iguala im Südwesten des Landes die Studenten eines als politisch links geltenden Lehrerseminars entführt und sie an Mitglieder einer kriminellen Organisation übergeben.

Bandenmitglieder sagten später, die jungen Männer seien erschossen und ihre Leichen auf einer Abfalldeponie verbrannt worden. Der Fall hatte die engen Verbindungen zwischen Politikern, Polizisten und kriminellen Banden in Mexiko in den internationalen Fokus gerückt. (wst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Warum China an den Niedergang der USA glaubt
Donald Trump macht bei seinem Besuch in Peking keine gute Figur.
Eine kleine Studie in Kontrasten gefällig? Beim Treffen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern schleimte Donald Trump so, wie er es sonst von seinen Besuchern im Oval Office gewohnt ist. «Sie sind ein grossartiger Führer», säuselte er an die Adresse des Gastgebers. «Auch wenn es viele nicht hören wollen, sage ich das immer wieder.»
Zur Story