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Mafia & Co

Ob Kehrrichtabfuhr, Strassenbau oder Flüchtlingsheime: In Rom mischelte die Mafia überall mit

Ob Kehrrichtabfuhr, Strassenbau oder Flüchtlingsheime: In Rom mischelte die Mafia überall mit

05.11.2015, 11:0405.11.2015, 11:13

In Rom hat am Donnerstag ein mit Spannung erwarteter Mafia-Prozess begonnen. Insgesamt 46 Angeklagte müssen sich vor Gericht verantworten, von denen einige wegen besonderer Gefährlichkeit nur per Videokonferenz zugeschaltet werden.

Es geht um die engen Verbindungen zwischen Politik, Wirtschaft und organisiertem Verbrechen in der italienischen Hauptstadt in den vergangenen Jahren. Unter den Angeklagten sind Personen aus der römischen Unterwelt, Unternehmer, Beamte und Kommunalpolitiker. Die Anklagepunkte lauten unter anderem auf Bildung einer mafiösen Vereinigung, Korruption, Wucher, irreguläre Auftragsvergabe und Erpressung.

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Ex-Rechtsterrorist als Drahtzieher

Die «Mafia Capitale» (Hauptstadtmafia) soll über Jahre hinweg gegen Bestechungsgelder lukrative Aufträge für ihre Firmen an Land gezogen haben. Dabei ging es unter anderem um Abfallbeseitigung, den Betrieb von Flüchtlingsheimen, Parkreinigung oder Strassenbau. Hauptangeklagter ist der frühere Rechtsterrorist Massimo Carminati. Bei ihm sollen alle Fäden zusammengelaufen sein.

Die «Mafia Capitale» war im Dezember 2014 mit einer ersten Verhaftungswelle aufgeflogen. Sie wird von den Ermittlern als eine in Rom unabhängig von den alten Mafia-Banden im Süden Italiens entstandene Organisation eingestuft. (whr/sda/dpa)

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El Salvador schickt 2000 Soldaten nach Haiti
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