International
Naher Osten

Huthi-Rebellen zeigen sich offen für Ende des Bürgerkriegs im Jemen

Huthi-Rebellen signalisieren Offenheit – Ende des Krieges in Jemen möglich

Im Jemen haben sich die schiitischen Huthi-Rebellen bei einem Treffen mit Vertretern aus Saudi-Arabien und dem Oman offen für ein Ende des Bürgerkriegs gezeigt.
10.04.2023, 01:0410.04.2023, 01:04

Der Vorsitzende des Hohen Politischen Rats, Mahdi al-Maschat, habe sich für einen «gerechten und ehrenwerten Frieden» ausgesprochen, berichtete die von den Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba am Sonntag. Die beiden ausländischen Delegationen halten sich nach diesen Angaben seit Samstag im ärmsten Land der arabischen Halbinsel auf.

In this handout photo released on April 9, 2023 by the Houthi group?s media arm Ansar Allah, head of the Houthi?s supreme political council Mahdi al-Mashat, left, shakes hands with Saudi Arabia?s Amba ...
Annäherung zwischen den Konfliktparteien: Ein Vertreter der Huthi-Führung beim Händedruck mit dem saudi-arabischen Botschafter (rechts).Bild: keystone

Ziel sei, den brüchigen Waffenstillstand zu erneuern und ein Friedensabkommen zu schliessen, hiess es. Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Stellungnahme. Der UN-Sonderbeauftragte Hans Grundberg verhandelt schon seit längerer Zeit mit den vom Iran unterstützten Huthis, um eine Lösung zu finden. Die Rebellen kontrollieren weite Teile des Nordens samt der Hauptstadt Sanaa. Sie kämpfen gegen die jemenitische Regierung und ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis.

Der seit 2015 dauernde Bürgerkrieg hat in dem völlig verarmten Land auch eine humanitäre Krise zur Folge. Eine von den Vereinten Nationen vermittelte Waffenruhe lief im Oktober aus. Alle Bemühungen, den Konflikt dauerhaft zu lösen, scheiterten bisher.

Neben den Vereinten Nationen bemüht sich auch das Nachbarland Oman um Vermittlung. Die Annäherung der beiden Rivalen Saudi-Arabien und Iran hat Hoffnung auf einen Durchbruch geweckt. Rebellen und Regierung hatten sich Ende März bereits auf den Austausch von knapp 900 Gefangenen geeinigt. (sda/dpa)

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