International
Öl

Brand bei Ölkonzern Aramco in Saudi-Arabien

Brand an Zentrale des saudischen Ölkonzerns Aramco

14.10.2026, 12:29

An der Zentrale des saudischen Ölkonzerns Aramco ist nach einem mutmasslichen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz ein Feuer ausgebrochen. Es sei aufgrund eines Angriffs zu einem «begrenzten Brand» gekommen, teilte das Energieministerium in Riad mit.

Es sei niemand zu Schaden gekommen. Das saudische Militärbündnis zum Kampf gegen die Huthi teilte mit, eine Rakete der Miliz sei dort abgefangen und zerstört worden.

Saudi Aramco ist der staatliche Ölkonzern des Königreichs. Er zählt zu den wertvollsten Konzernen weltweit und hat seinen Sitz in der Metropolregion Dammam im Osten Saudi-Arabiens, von wo die Ölproduktion und der Export gesteuert werden.

Die Huthi hatten zuvor mit Angriffen auf die Aramco-Zentrale und erneuten Attacken am Flughafen Riad gedroht, falls Saudi-Arabien seinerseits die jemenitische Hauptstadt Sanaa angreifen würde. Diese wird seit rund zehn Jahren von den Huthi kontrolliert.

Marschflugkörper über Riad

Der saudische Zivilschutz teilte mit, dass in der Nacht zwei Marschflugkörper über der Hauptstadt Riad abgefangen worden seien. Durch herabfallende Trümmerteile seien vier Menschen verletzt und 15 Häuser beschädigt worden.

Im Jemen gehen unterdessen die seit Wochen andauernden Kämpfe unter anderem in der Provinz Tais weiter. Aus Kreisen der Regierungstruppen hiess es, die Huthi hätten einen wichtigen Zugangspunkt zur Stadt Tais eingenommen. Vorher habe es schwere Gefechte mit Soldaten der international anerkannten Regierung gegeben. Tais ist die drittgrösste Stadt im Jemen. Im Bürgerkrieg wurde sie jahrelang belagert. Die Huthi wollten den strategisch wichtigen Ort komplett einnehmen.

Für Zehntausende Familien haben die neuen Kämpfe weiter dramatische Folgen. Nach UN-Angaben sind deswegen nahezu 200'000 Menschen vertrieben worden. Bereits vor Beginn der jüngsten Gewalt gab es im Jemen 4,8 Millionen Binnenflüchtlinge. Die Gesundheitsversorgung ist schlecht. Krankheiten wie Cholera und Masern breiten sich auch angesichts der Fluchtbewegungen zunehmend aus. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Angriff auf Erdölraffinerie in Saudi-Arabien
1 / 12
Angriff auf Erdölraffinerie in Saudi-Arabien
Das Satellitenbild der Nasa zeigt Brände nach einem Drohnenangriff auf zwei wichtige Ölanlagen im Osten Saudi-Arabiens. Die jemenitischen Huthi-Rebellen bekannten sich zu dem Angriff. Die Halbinsel rechts im Bild ist Katar, bei der Insel handelt es sich um Bahrain.
quelle: ap nasa worldview
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Huthi greifen weitere Ziele in Saudi-Arabien an
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Kleinbus rammt Zug am Kanaltunnel – 19 Verletzte
Beim Zusammenstoss eines Kleinbusses mit einem Güterzug am Kanaltunnel im französischen Calais sind 19 Menschen verletzt worden. Der Kleinbus habe Lkw-Fahrer transportiert, deren Lastzüge per Bahn nach Grossbritannien gebracht werden, teilte die Präfektur mit. Es habe keine Toten gegeben und niemand schwebe in Lebensgefahr. Ein Grossaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.
Zur Story