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Untersuchung gegen Ex-ORF-Chef: Keine sexuelle Belästigung festgestellt

Untersuchung gegen Ex-ORF-Chef: Keine sexuelle Belästigung festgestellt​

08.04.2026, 14:1808.04.2026, 14:18

Eine Untersuchung zum Verhalten des ehemaligen Intendanten des Österreichischen Rundfunks (ORF), Roland Weissmann, hat den Vorwurf der sexuellen Belästigung nach Angaben des Senders nicht bestätigt.

Mit Blick auf die hohen Anforderungen an die Führungskräfte des Unternehmens werde sein Dienstverhältnis dennoch beendet, teilte der öffentlich-rechtliche ORF mit.

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Roland Weissmann.Bild: www.imago-images.de

Weissmann hatte Anfang März sein Amt als Intendant niedergelegt, doch er war als Angestellter im ORF geblieben. Der Sender teilte damals mit, dass ihm eine Mitarbeiterin sexuelle Belästigung vorgeworfen habe. Nach Darstellung von Weissmanns Anwalt ging es hingegen um angebliches unangemessenes Verhalten gegenüber der Frau. Weissmann bestritt die Vorwürfe.

ORF erwartet «hohes Mass an Integrität» von Führungskräften

Auch wenn keine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinne vorliege, verlange der ORF von seinen Managern «ein sehr hohes Mass an Integrität», stellte der Sender nach Abschluss der Untersuchung klar. Führungskräfte müssten alles unterlassen, was dem Unternehmen schaden könnte. Daher werde der Dienstvertrag des 58-Jährigen aufgelöst, erklärte der Sender.

Weissmanns Anwalt kritisierte diesen Schritt. Der Vorwurf der sexuellen Belästigung sei in sich zusammengebrochen, sagte der Jurist in einer Stellungnahme. Aussagen des ORF über angebliche Verstösse gegen ethische Standards seien «ein durchschaubarer Versuch, trotz klarer Entlastung ein Fehlverhalten zu konstruieren».

Vorläufig führt die langjährige ORF-Journalistin und -Managerin Ingrid Thurnher den Sender. Im August steht die Wahl eines neuen ORF-Intendanten oder einer ORF-Intendantin für die Zeit ab Januar 2027 an. (sda/dpa)

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