DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Papst spricht Nazi-Gegner Titus Brandsma heilig – er wurde im KZ Dachau ermordet

15.05.2022, 11:30
Die Heiligsprechung von Titus Brandsma.
Die Heiligsprechung von Titus Brandsma.Bild: keystone

Papst Franziskus hat den NS-Gegner Titus Brandsma, der im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde, heiliggesprochen. Vor Zehntausenden jubelnden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom erhob das Katholiken-Oberhaupt insgesamt zehn Männer und Frauen am Sonntag in den Heiligenstand.

Der niederländische Pater Brandsma wurde 1881 geboren und hatte im Zweiten Weltkrieg auch als Journalist im besetzten Holland gegen die Nazi-Ideologie gekämpft. Die Gestapo nahm ihn Anfang 1942 fest, die Nazis verschleppten ihn einige Monate später nach Dachau. Dort wurde er gefoltert und am 26. Juli 1942 mit einer Giftspritze ermordet.

Am 3. November 1985 sprach ihn Papst Johannes Paul II. selig. Im November 2021 erkannte Franziskus ein der Fürsprache Brandsmas zugeschriebenes Wunder an. Damit war eine letzte Voraussetzung für eine Heiligsprechung erfüllt.

Titus Brandsma
Titus BrandsmaBild: keystone

Es war die erste feierliche Heiligsprechung auf dem Petersplatz seit Beginn der Corona-Pandemie. Die bis dahin letzte liturgische Feier hatte Franziskus 2019 geleitet.

Der Papst kam wegen seiner Knieprobleme mit dem Auto vor den Petersdom vorgefahren, dort wurde ihm auf einen Stuhl geholfen.

Unter den zehn neuen Heiligen ist auch Charles de Foucauld (1858-1916). Er stammte aus dem Elsass, pflegte erst einen ausschweifenden Lebensstil, wurde dann religiös bekehrt und lebte am Ende als Eremit in der Wüste in Nordafrika mit Muslimen. Im Ersten Weltkrieg wurde er dort ermordet. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Weitere Kämpfe um strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk – das Nachtupdate ohne Bilder

Vor seiner geplanten Videoschalte beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj abermals schnellere Waffenlieferungen an sein Land gefordert. «Wir brauchen eine schlagkräftige Luftverteidigung – modern, voll wirksam», sagte er in der Nacht zum Montag in seiner täglichen Videoansprache. Allein am Samstag seien 62 russische Raketen in seinem Land eingeschlagen. Derweil ist die Stadt Lyssytschansk in der Ostukraine weiterhin heftig umkämpft.

Zur Story