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Raumfahrt

Sauerstoff-Leck auf der ISS: Nasa bereitet Evakuierung vor

Sauerstoff-Leck auf der ISS: Nasa bereitet Evakuierung vor

Alarm auf der Internationalen Raumstation: Die Besatzung ist laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa aufgefordert worden, sich aus Sicherheitsgründen in die Raumkapsel Crew Dragon zu begeben.
05.06.2026, 16:2805.06.2026, 17:12

Auf der Internationalen Raumstation (ISS) hat es einen Zwischenfall mit Folgen für die Besatzung gegeben. Wegen Lecks an einem Modul wurden fünf Raumfahrer angewiesen, sich in das Dragon-Raumschiff zu begeben.

Dies teilte eine Sprecherin der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf der Plattform X mit. Dort sollten sie bleiben, bis die Reparaturarbeiten abgeschlossen waren. Es handele sich um eine Vorsichtsmassnahme.

Wiederholt Probleme

Die vier Besatzungsmitglieder der Nasa-Mission Crew-12 – zwei US-amerikanische Astronauten, ein französischer Astronaut und ein russischer Kosmonaut – seien «aus reiner Vorsicht» angewiesen worden, ihre Raumanzüge anzulegen und sich in ihre Raumkapsel Crew Dragon in Sicherheit zu bringen.

Was ist die Crew Dragon?
Die Crew Dragon ist eine wiederverwendbare Raumkapsel des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Sie dient in erster Linie als Zubringer, um Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) zu befördern, und ist das erste privat entwickelte Raumschiff, das Menschen ins All transportiert. Die Kapsel bietet sieben Menschen Platz.
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Blick in die Crew Dragon.archivBild: keystone

Die Lecks seien an einem Transfertunnel am Swesda-Modul gefunden worden. «Die Risse waren schon immer ein Problem, das die Nasa sehr genau beobachtet», schrieb Stevens. Wegen neuer Risse habe die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos beschlossen, «umfangreichere Reparaturen» vorzunehmen. Von Roskosmos gab es zunächst keine weiteren Informationen zu dem Vorfall.

Laut dem Betreiber SpaceX passen bis zu sieben Personen in das «Dragon»-Raumschiff. An Bord der Internationalen Raumstation (ISS) leben und forschen seit rund 25 Jahren kontinuierlich Raumfahrer und Raumfahrerinnen.

Die Besatzungen der ISS hatten schon mehrfach mit Lecks zu kämpfen – auch am Swesda-Modul. Zudem wurde die Raumstation bereits mehrfach wegen möglicher Kollisionen mit Weltraumschrott geräumt.

(dsc/sda)

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